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Burg Alsdorf, Photograf: Ralf von Dahlen
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Burg Alsdorf

Geschichte:
Heute wird ein Teil der Hauptburg des ehemaligen Sitzes der Familie von Lovenberg als kulturelles Zentrum der Stadt genutzt. Mächtiges Ziegelmauerwerk mit steilen, verschieferten Dächern, hohe Treppengiebel und blausteingerahmte Fenster, schließlich ein dicker, runder Turm mit einer geschwungenen achtteiligen, von einer geschlossenen Laterne besetzten Haube. Die alten Wassergräben wurden zugeschüttet, als 1892 ein Park anstelle der ehemaligen Vorburg angelegt wurde. Von dieser ist nur die Tordurchfahrt erhalten, wenn auch mit modernerem Treppengiebel anstelle eines Walmdaches.

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1935 fiel die Burg an die Gemeinde, die hier eine ganze Reihe von Familien unterbrachte. Erst zwischen 1967-1970 wurde sie instandgesetzt. Einige Teile der Burg, wie der Rundturm, stammen noch aus dem 16. Jahrhunderts, als Mitglieder der Familie von Harff die Anlage erneuern ließ. Dieses Geschlecht verfügte über ein sehr großes Vermögen, es war also genug Geld für einen großzügigen Ausbau vorhanden. Zweihundert Jahre saßen die von Harff in Alsdorf, bis Johann Wilhelm 1650 kinderlos starb. Ganze 174 Jahre dauerten die Erbschaftsauseinandersetzungen zwischen der Witwe aus dem Geschlechte der von Blanckarts und Verwandten des Mannes. 1824, als die Gerichte endlich eine Entscheidung getroffen haben, lebte sie alle schon lange nicht mehr.

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Während dieser Streitereien wurde natürlich kaum etwas in den baulichen Unterhalt der Burg investiert. Wie dem Wappen über dem Eingang zu entnehmen ist, wurde 1723 umgebaut. Die hofwärts gelegen Fassade besticht durch die Rechteckfenster, deren Stürze aus abgestuften Keilsteinen gemauert sind.

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Die Gartenfassade wird belebt durch den vorkragenden Rundturm und einen Anbau. Im Erdgeschoss hat er einen halbkreisförmigen, im Obergeschoss einen polygonalen Grundriss, beide Geschosse sind durch einen Klötzchenfries voneinander getrennt. Den linken Teil beherrscht ein hoher Treppengiebel, hier pro Geschoss zwei kleine, hausteingerahmte quadratische Fenster. In Höhe des Obergeschosses wurde um 1900 ein kleiner Erker angebaut. Mächtige Konsolen tragen sein Mauerwerk, das an der breiteren Front durch ein Spitzbogenfenster mit zwei quadratischen Brüstungselementen aufgelockert wird. Die damaligen Besitzer wollten damit den romantischen Charakter ihres Hauses unterstreichen.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Aachener Burgenrunde - Radeln zwischen Wurm und Inde) Stand: Mai 2000

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Ortslage:
Stadt Alsdorf, Kreis Aachen

Anfahrt mit dem Rad:
Die "Wasserburgen-Route" (Tour ) wie auch die "Aachener Burgenrunde" (Etappe ) führen auf dem Weg zwischen und direkt am Burggelände vorbei.

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

Bitte respektieren Sie die Privatsphäre der Bewohner und der angebrachten Hinweisschilder.

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