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Burg Baesweiler

Geschichte:
Erste Nachrichten aus Baesweiler führen in die Mitte des 12. Jahrhunderts. Da nämlich berichten die "Annales Rodenses" von einem Wunder, dass sich beim Neubau der abgebrannten Kirche ereignete, als sich Wasser in Blut verwandelt haben soll. Zu der Zeit gab es ein Landgut, dass dem Aachener St.-Adalbertstift gehörte. Spätere Urkunden nennen verschiedene Adlige mit Namen von Baesweiler, die ihren Besitz als Mannlehen (also nur vererbbar an einen männlichen Nachkommen) von den Jülicher Grafen erhalten hatten.

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Zur Datierung der Burg kann das Wappen über dem Tor herangezogen werden. Es kündet von Junker Jakob von Randerath und seiner Ehefrau Anna Schilling von Stammeln. Es muss eine, für damalige Zeiten sicher ganz außergewöhnlich, energische Frau gewesen sein, die ihren Mann bei seinen Anträgen an den Herzog unterstützte und "mit barpfennigen von anderen partheien an sich gekauft und geworben" den Landbesitz vergrößerte. Ihr Gatte war damals ein schwacher und kranker Mann und so ist es zu erklären, dass es ihr gelang, um den Besitz für ihre Nachkommenschaft aus erster Ehe zu erhalten, das Mannlehen in ein Gemeines Lehen umzuwandeln konnte.

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Familienstämme sterben auch aus - und die Burg Baesweiler fiel an einen Neffen, der Name von Randerath lässt sich weiter verfolgen. Geldnöte waren an der Tagesordnung, Heiratspfennige eine zusätzliche Belastung. Während des 30jährigen Krieges mussten weitere Darlehen aufgenommen werden, die Kasse der Besitzer wurde immer leerer und schließlich, 1713, waren sie gezwungen, die Burg zu verkaufen. Freiherr Franz Carl von Nesselrode zu Ehreshoven, der neue Eigentümer, musste sie erst vollständig renovieren, eher er sie verpachten konnte, er beauftragte damit den Ziegelbrennmeister Christoffel Kochs.

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Damals entstand der Trakt mit dem Tor, aus Ziegelsteinen auf den uralten bruchsteinernen Fundamenten. Das Obergeschoss mit den später veränderten Kreuzstockfenstern war durch einen Klötzchenfries abgeteilt. Auf der Rückseite wurde ein polygonaler Turm angebaut, der hatte, den alten Zeichnungen nach zu urteilen, einen verschieferten Helm. Die Räume in der oberen Etage konnten über eine Außen-Galerie aus Holz, eine Art Laubengang, erreicht werden.

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Von der einstigen Burg ist nur noch das Eingangstor und von den Wassergräben ist nur der Burgweiher übrig geblieben.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Aachener Burgenrunde - Radeln zwischen Wurm und Inde) Stand: Mai 2000

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Ortslage:
Baesweiler, Kreis Aachen

Anfahrt mit dem Rad:
Die "Aachener Burgenrunde" (Etappe 4) führt auf dem Weg zwischen Aldenhoven und Herzogenrath direkt am Burggelände vorbei.

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

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