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Haus Berensberg

Geschichte:
Die im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgebaute Anlage liegt heute im Stadtgebiet von Herzogenrath, in unmittelbarer Nähe des Landgrabens, der in mittelalterlicher Zeit die Grenze des Aachener Reiches markierte. Somit kann dem ersten Bau durchaus eine Funktion als Wehranlage zugesprochen werden. Ahnherr der hier ansässigen Familie war ein Junker namens Goswin, die Ländereien wurden als Lehen der Kölner Erzbischöfe vergeben. Urkunden bezeichnen es als Wehrhaus, dass, wie manch anderes auch, dem Erzbischof in Notzeiten als Fluchtburg diente.

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Seit dem 15. Jahrhundert gehörte der Hof zum Besitz der Familie von Harff zu Alsdorf. Trotz der personellen Übermacht hielten die Bewohner im Jahre 1580 die Belagerung der Spanier mehrere Wochen lang aus. Sie konnten ihr Leben retten, indem sie durch einen geheimen, unterirdischen Gang zur nahen Wolfsfurth entkamen, die Spanier plünderten die verlassenen Gemäuer und steckten es in Brand. Kurz vor der Jahrhundertwende wurde ein Neubau auf den Grundmauern ausgeführt, der heute jedoch nur noch rudimentär vorhanden ist.

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Eine vierflügelige Anlage, die im Westen noch Reste des einstigen Wassergrabens aufweist, erhielt 1714 ein neues Wohnhaus für die Herrschaft, seine Bauherren waren, wie aus dem Wappen über dem Zugangsportal hervorgeht, Freiherr Balduin von Reuschenberg und seine Gemahlin Maria Anna von Bruninghausen. Zur Ausführung kam ein einfacher Bau mit Satteldach, die rechteckigen Fenster sind hausteingerahmt und in Achsen zusammengefaßt. An der linken Gebäudeecke springt ein quadratischer Turm vor die Mauerflucht. Er überragt um zwei Geschosse das Wohnhaus und hatte wohl ursprünglich anstelle des flachen Pyramidendaches eine Terrasse mit Balustrade.

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Im ausgehenden 19. Jahrhundert, wahrscheinlich zu der Zeit, als Haus Berensberg in den Besitz der Adele Cockerill gelangt war, sind einige repräsentative Umbauten angefügt worden. Vor dem Haupteingang am Turm steht seither ein Portikus, dessen Gebälk von vier ionischen Säulen getragen wird. Linker Hand fügte man einen eingeschossigen Trakt an. Flache Pilaster gliedern die Wandflächen, die durch großzügige Fenster beziehungsweise eine Tür unterbrochen sind. Alle Details wie Pfosten, Stürze und Gebälk entlehnte der Architekt dem Formenkanon des Neubarocks, einer Kunstrichtung, die besonders um die Jahrhundertwände wegen ihres repräsentativen Charakters bei den Bauherrn beliebt war. Adele Cockerill vermachte den Besitz nach ihrem Tode im Jahr 1910 der Stadt Aachen, damit dort ein Damenstift eingerichtet würde, seither ist es vermietet.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Aachener Burgenrunde - Radeln zwischen Wurm und Inde) Stand: Mai 2000

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Ortslage:
Berensberg, Stadt Herzogenrath, Kreis Aachen

Anfahrt mit dem Rad:
Die "Wasserburgen-Route" (Tour 4) wie auch die "Aachener Burgenrunde" (Etappe 6) führen auf dem Weg zwischen dem Wurmtal und Richterich direkt am Burggelände vorbei.

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

Bitte respektieren Sie die Privatsphäre der Bewohner und der angebrachten Hinweisschilder.

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