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Burg Broicher Hof

Geschichte:
Genau gegenüber dem Drimbornshof liegt ein weiterer historischer Bau, das Herrenhaus des ehemaligen Broicher Hofes. Dieses Gut gehörte 1421 dem Johann von Werth. Da er keine Kinder hatte, überschrieb er es später seinem Vetter Wilhelm von Broich, der denn auch der Namensgeber geworden ist. Die Familie konnte sich bis ins 18. Jahrhundert in Dürwiß halten, auch wenn man nicht verschweigen kann, dass infolge von Erbteilungen das Gut im Prinzip schon früh zur gleichen Zeit verschiedene Besitzer hatte.

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Missernten, aber sicherlich auch Misswirtschaft waren die Gründe dafür, dass die Eigentümer immer mehr Land aus ihrem Besitz veräußern mussten. Mit dem ehemals kurfürstlich kurkölnischen Kammerherrn Carl Philipp Freiherr von Broich starb die Familie 1819 aus. Ein Mann namens Stürtz, der in den Adressbüchern als Rentner geführt wird, ein Mann also, der von den Erträgen seiner Besitzungen lebte, kaufte das Gut an, gab es aber schon nach sieben Jahren mit dem entsprechenden Gewinn an den Notar Delhougne aus Belgien weiter.

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Gegen Ende des 19. Jahrhunderts ließ die Witwe Heinrich Schmitz das Herrenhaus zu Wohnzwecken umbauen, die Baukosten sollten durch die Mieteinnahmen amortisiert werden. So hat sich wenigstens das ehemalige Herrenhaus erhalten, ein vierachsiges Gebäude mit einem an der Ecke angebauten Rundtürmchen mit niedrigem Kegeldach. Sein heutigen Aussehen erhielt das Haus nach dem Wiederaufbau zwischen 1951 und 1953, damals erneuerte man auch die zweifarbig gehaltenen Schlagläden an den Segmentbogenfenstern.

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Von der Vorburg hingegen ist nichts mehr übrig geblieben. Sie war schon zwischen 1890 und 1927 nicht mehr genutzt worden. In den ausgehenden 20er Jahren, wahrscheinlich wegen der allgemeinen schlechten wirtschaftlichen Lage, nutzte Josef Kerres noch einmal die Baulichkeiten, doch mussten mehr und mehr Felder aufgegeben werden für den Braunkohletagebau. Die Bewirtschaftung eines landwirtschaftlichen Gutes, dass immer mehr auf seine Äcker verzichten musste, war letzten Endes unrentabel geworden. Heute residiert hier die Untere Forstbehörde der Stadt Eschweiler.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Aachener Burgenrunde - Radeln zwischen Wurm und Inde) Stand: Mai 2000

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Ortslage:
Dürwiß, Stadt Eschweiler, Kreis Aachen

Anfahrt mit dem Rad:
Die "Wasserburgen-Route" (Tour 4) wie auch die "Aachener Burgenrunde" (Etappe 2) führen an Dürwiß vorbei. Vom Parkplatz am Blausteinsee geht es über Frohnhovener Straße und Jülicher Straße direkt in den Ort und zum Broicher Hof.

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

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