hier anklicken
Zum Burgen-Archiv der Rheinischen Bucht

Zum
Burgen-Archiv
der Rheinischen
Bucht
Drimbornshof
hier anklicken
Zur Geschichte der Burgen in der Rheinischen Bucht

Zurück
zum
Aachener
Burgen-Archiv
Drimbornshof

Geschichte:
Ob sich nun die Ortsbezeichnung Dürwiß von "dürrer Wiese" ableiten lässt, mag ins Reich der Legende gehen, jedenfalls ist ziemlich sicher, dass man hier im Bereich des heutigen Eschweiler Stadtteils Dürwiß schon zur Römerzeit siedelte. Im Mittelalter gab es für Pilger eine Herberge mit einer eigenen Kapelle.
Der Drimbornshof, der im Volksmund auch als Burg Dürwiß bezeichnet wird, war lange Jahre ein Rittergut. Die Bauten wurden bei den Kämpfen des Zweiten Weltkrieges stark zerstört und 1955 musste man wegen des sich nähernden Braunkohletagebaus die Landwirtschaft aufgeben. Das Wohnhaus zerfiel, bis sich der Gemeinderat im Jahre 1962 darauf einigte, das Bauwerk anzukaufen und es in den folgenden Jahren unter der Bauleitung der Architekten Kahmke und Schopp umbauen zu lassen. Bis zur Eingemeindung nach Eschweiler diente das um einen Bürotrakt erweiterte Haus als Rathaus. Bei den Umbauarbeiten wurden fast alle Bauteile im Innern entfernt, so dass viele Originalspuren und Belege zur geschichtlichen Entwicklung für immer verloren gegangen sind. Seither wird es als Ärztehaus genutzt.
Logo Deutscher Burgenring

Die wenigen Reste gehen zurück auf einen Alexander von Drimborn. Er war Ritter von Jülich und hat um 1610 einige Veränderungen durchführen lassen. Die Herren von Drimborn waren in Aachen ansässig und lassen sich bis 1585 zurückverfolgen. 1670 brachte Charlotte Elisabeth Dorothea von Drimborn das Gut als Mitgift in ihre Ehe mit Bernhard Everhard von Bottlenberg genannt Schirp ein. 1823 kaufte der Aachener Oberforstmeister Johann Wilhelm von Steffens, der ein schönes Wohnhaus an der Theaterstraße 15 besaß, das Gut.
In den nächsten Jahren wurden fast alle Teile des Komplexes erneuert, sowohl das fünfachsige Wohnhaus mit seinem an der Rückseite angebauten, viereckigen Turm, als auch die in den beiden Seitenflügel unterbrachten Wirtschaftsgebäude. Ein vierter Trakt mit einem Durchfahrtstor an der Straße fehlt, hier schließt eine Mauer mit einem schlichten Portal, über dem das Wappen von Heinrich Drimborn zu Dürwiss und seiner Gattin aus dem Hause der Hellenberg von Bauer angebracht ist. Franziska von Steffens, die den Drimbornshof erbte, heiratete 1890 den späteren deutschen Reichskanzler Franz Papen, und der verkaufte ihn an die Aachener Familie von Pastor.
Von Holger A.Dux (Stand: 25.1.99)
(Auszug aus: Die Aachener Burgenrunde - Radeln zwischen Wurm und Inde)
Logo Deutscher Burgenring
Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Aachener Burgenrunde - Radeln zwischen Wurm und Inde) Stand: Mai 2000

Logo Deutscher Mittelalterring

Ortslage:
Dürwiß, Stadt Eschweiler, Kreis-Aachen

Anfahrt mit dem Rad:
Der Drimbornshof liegt nur einige hundert Meter von der "Wasserburgen-Route" (Tour 4) wie auch der "Aachener Burgenrunde" (Etappe 2) entfernt und ist bequem vom Parkplatz am Blausteinsee aus über die Frohnhovener Straße und Jülicher Straße zu erreichen.

Anfahrt mit dem Auto:
BAB A 4 - Ausfahrt Eschweiler. Links der L 240 in Richtung Alsdorf folgen, dann an der Kreuzung rechts auf der Alsdorfer Straße (K 10) zum Kreisverkehr am Parkplatz am Blausteinsee nach Dürwiß. Hier rechts über Frohnhover Straße und Jülicher Straße zum Drimbornshof.

Literatur:

Links:
Stadt Eschweiler

Bitte respektieren Sie die angebrachten Hinweisschilder und nehmen Rücksicht auf die Privatsphäre der An- und Bewohner.
HomeLogo Deutscher Mittelalterring
Logo Deutscher Burgenring
Logo Deutscher Mittelalterring
Top