hier anklicken
Zum Burgen-Archiv

Zum
Burgen-Archiv
der Rheinischen
Bucht
Kasteel Erenstein
hier anklicken
Zur Geschichte der Burgen in der Rheinischen Bucht

Zurück
zum
Aachener
Burgen-Archiv
Kasteel Erenstein

Geschichte:
Herrenhaus und Hofgebäude bilden ein malerisches, gepflegtes Ensemble im Tal des Anstel-Baches. Die breiten Wassergräben, die das Herrenhaus einfassen, umgaben ursprünglich auch den Vorhof. Heute befindet sich ein nobles Restaurant im Hauptgebäude, die umgebauten ehemaligen Stallungen werden für größere Veranstaltungen genutzt.

Logo Deutscher Mittelalterring

Als erster Besitzer wird 1363 ein Adam van Ederen genannt. Der hatte die Burg als Zollstation unmittelbar am "Weinweg" angelegt, der wichtigsten Handelsstraße zwischen dem Rheinland und den Handelsstädten Brugge und Antwerpen. Es folgten die Familien von Amstenrade und Spies von Büllesheim. 1707 kauft Hendrik Poyck, Schultheiß in Merkstein, die Burg und lässt sie, geprägt vom bestimmenden Zeitgeschmack die französischen Könige, im Stil von Louis XV in ein Barock-Schlößchen umbauen. Aus dieser Zeit stammen die beiden Wachtürme, die auf den Fundamenten der alten Burgmauer fußen. Zeitweise lebte hier ein Verwandter, der bekannte Barock-Bildhauer und Stuckateur Gabriel Grupello. 1802 wird die Familie während der französischen Besetzung enteignet und Oud-Erenstein an die Mastrichter Familie Colen verkauft.

Logo Deutscher Burgenring

1903 werden Franziskanermönche die neuen Eigentümer und richten ein Kloster ein. Damals gab es einen hohen, inzwischen wieder abgebrochenen Flügel in der Mitte der Anlage, ungefähr an der Stelle, wo man bei Ausgrabungen die Fundamente eines Torbaus mit Resten einer Zugbrücke gefunden hat. 1942 geht Old-Erenstein in den Besitz der Gemeinde Kerkrade über, die das Schloß heute noch für gastronomische und repräsentative Zwecke nutzt. Von ursprünglichen drei den Innenhof umgebende Flügel des imposanten Herrenhauses blieben nur zwei aus unregelmäßigem Bruchsteinmauerwerk erhalten.

Logo Deutscher Mittelalterring

Neu Erenstein
Den Namen Oud-Erenstein bekam die Burg am Anstelbach 1713, als Sohn Willem-Hendrik Poyck auf der gut sichtbaren Anhöhe neben dem heutigen Kerkrader Steenweg einen neuen Hof - Neu-Erenstein - erbauen ließ. Doch schnell wechselte der Name wegen seiner Lage an der Anstelbrücke in "Brughof". Im 19. Jahrhundert wird ein kleiner englischen Park mit Fischteichen angelegt und verschiedentlich Gebäude so verändert, dass nun das Wohnhaus mit seiner roten Backsteinfassade die vierte Seite des Binnenhofes bildet. Ein besonderes Zufahrtstor, dass in Notzeiten verschlossen werden konnte, fehlt. Seit 1983 beherbergt der Brughof ein 4-Sterne Hotel mit einer öffentlich zugänglichen Terrasse.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Aachener Burgenrunde - Radeln zwischen Wurm und Inde) Stand: Mai 2000

Logo Deutscher Burgenring

Ortslage:
Gemeente Kerkrade (NL)

Anfahrt mit dem Rad:
Die "Aachener Burgenrunde" (Etappe 6) führt direkt durch Kerkrade.

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

Bitte respektieren Sie die Privatsphäre der Bewohner und der angebrachten Hinweisschilder.

HomeLogo Deutscher Mittelalterring
Logo Deutscher Burgenring
Logo Deutscher Mittelalterring
Top