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Burg Eschweiler

Geschichte:
Sich heute eine Burg in Eschweiler vorzustellen, dazu bedarf es schon einer ganzen Portion Phantasie, denn was von einer einstmals großen Anlage übrig geblieben ist, dass sind die beiden runden Türme der einstigen Mauer, die zum Schutz den Wohnturm und die Wirtschaftsgebäude umgeben haben. Eine Anlage, die typisch für das 13. und 14. Jahrhundert war. Ursprünglich lag hier, schon 1145 erwähnt, der Amtssitz eines vom Kölner Domkapitel eingesetzten Schultheißen. Danach wurde es zum Lehen der Herren von Eschweiler, die fünf Pilgermuscheln, von den Balken eines Andreaskreuzes getrennt, in ihrem Wappen führten. Die Besitzverhältnisse änderten sich mehrfach. In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts werden die von Hetzingen genannt und dann die Grafen von Hompesch.

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Im Verlauf des 30jährigen Krieges, genau im Jahr 1642, wurde die Burg von hessischen Truppen eingenommen. Die Familie konnte den Besitz zwar halten, hatte aber keinerlei Geld, um Reparaturen oder gar Neubauten ausführen zu lassen. Um 1830 kaufte Carl Englerth das ganze Areal. Er war vorher während der französischen Besetzung Bürgermeister von Eschweiler gewesen. Seine Gattin Christine geb. Wültgens gründete den Eschweiler Bergwerksverein. Ihr Sohn Friedrich war ebenfalls Bürgermeister. Er, ganz Mensch der Romantik, konnte es sich leisten, auf dem Burggelände der alten Burg ein großes Wohnhaus errichten zu lassen, das den damaligen Vorstellungen nach einer Burg entsprach. Dieses Gebäude, das der Architekten Heinrich Friedrich Exner, der am Bau der rheinischen Eisenbahn beschäftigt war, entworfen hatte, wurde gut hundert Jahre später abgerissen.

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1858 hatte Eschweiler die Stadtrechte erhalten; die noch junge Stadt bemühte sich, für die rasch wachsende Bevölkerung die notwendigen Versorgungs-Einrichtungen zu schaffen. Die Kirchengemeinde von St. Peter und Paul erwarb die ehemalige Eschweiler Burg für das Krankenhaus. In den folgenden Jahren wurden weitere Gebäude errichtet, so 1892 die Kapelle, 1902 ein Isolierhaus und 1926 ein großer Erweiterungstrakt. Die "Kaffeemöll" musste schließlich weichen, in den 60er Jahren, bauten die Architekten Kahmke und Schopp ein modernes funktionelles Haus für das Antoniushospital. Von der Burg blieben vier Rundtürme, malerisch mit Zinnenkränzen, aber schon lange nicht mehr ihrem ursprünglichen Zweck dienend.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Aachener Burgenrunde - Radeln zwischen Wurm und Inde) Stand: Mai 2000

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Ortslage:
Stadt Eschweiler, Kreis Aachen

Anfahrt mit dem Rad:
Die "Aachener Burgenrunde" (Etappe 7) führt auf dem Weg von Stolberg durch die Innenstadt von Eschweiler am Burggelände vorbei.

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

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