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Burg Frankenberg, Photo: Guido Eisenbach
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Burg Frankenberg

Geschichte:
Seit September 1961 sind die stadtgeschichtlichen Sammlungen Aachens in der Burg untergebracht - wobei "alt" natürlich relativ gemeint ist. Jahre vor Entstehung des "Frankenberger Viertels", besuchten romantische Zeitgenossen oft den verwunschenen, verwilderten Ort am Fuße der langsam zerfallenden Ruine. Sie erfanden die Sage vom Hofgut Karls des Großen, der hier mit seiner innig geliebten Fastrada gelebt haben soll.

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Tatsache ist, dass die Vorgängerbauten ins ausgehende 13. Jahrhundert datiert werden können - sie wurden bewohnt von den damaligen Burtscheider Vögten. Es war eine sogenannte "Franke", eine freie und unabhängige Burg, die, so kann man auch heute noch erkennen, auf einem kleinen Felshügel angelegt war. Wohnhaus und Vorburg waren zum Schutz von breiten Wassergräben eingefasst; trotzdem gelang es den Herren von Schönforst, verwegenen Raubrittern, kurz vor Weihnachten 1391, den Besitz zu erobern.

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Die hier ansässigen Mitglieder eines bedeutenden Adelsgeschlechts nannten sich von Merode-Frankenberg, mehrfach waren sie in kriegerische Auseinandersetzungen mit der Stadt Aachen verwickelt. Mit Adam III., der bei der Belagerung Maastrichts durch die spanischen Truppen ums Leben kam, und seiner noch minderjährigen Schwester, die ein Opfer der Pest wurde, starb der Zweig Merode-Frankenberg aus. Neuer Lehnsherr wurde ihr Onkel. Die Familie von Merode-Houffalize zu Kalkofen behielten den Besitz bis zum frühen 19. Jahrhundert. Zwischen 1637 und 1645 wurde die stark zerfallene Anlage erneuert. Es entstand das mächtige, zweigeschossige Wohnhaus aus Bruchstein mit Eckquadern und hausteingefassten Fenstern.

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Seit der Franzosenzeit gab es keine Lehen mehr, die letzte Besitzerin, ein Freifräulein von Merode-Houffalize zu Frenz verkaufte 1825 an den Landrat Friedrich Josef Antonius von Coels. Er beauftragte den Baumeister Johann Peter Cremer mit der Modernisierung. Zwischen 1834 und 1838 wurde manches angebaut, die Türme bekamen neue Obergeschosse und natürlich einen malerischen Zinnenkranz. Der teils offene Burghof wurde durch eine mächtige Mauer mit Wehrgang eingefasst.

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1872 verkauften die von Coels Burg sowie Wiesen und Weiden an die Baugesellschaft Frankenberg, die das Gelände parzellierte und Straßen anlegte. So entstand zwischen Gründerzeit und Jugendstil ein noblen Stadtviertel. Die Burg wurde zum Wohnhaus umgebaut, hier hat lange Jahre der Wissenschaftler und Erfinder, der Flugzeugbauer Professor Dr. Hugo Junkers gewohnt.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Aachener Burgenrunde - Radeln zwischen Wurm und Inde) Stand: Mai 2000

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Ortslage:
Stadt Aachen

Anfahrt mit dem Rad:
Die "Wasserburgen-Route" (Tour 5) wie auch die "Aachener Burgenrunde"  (Etappe 6) führen auf dem Weg von Aachen nach Stolberg über die Kurbrunnenstraße. Unter dem Bahndamm führt links ein Tunnel zur Moltkestraße, dann rechts über Bismarckstraße zur Burg.

Anfahrt mit dem Auto:
Über die Autobahnen A 4, A 44 oder A 544 in die Innenstadt Richtung Hauptbahnhof, von der Wilhelmstraße in östlicher Richtung über Zollernstraße und Warmweihestraße oder Schloßstraße zur Burg in der Bismarkstraße.

Literatur:
www.frankenberger-viertel.de

Links:
Stadt Aachen - Burg Frankenberg
www.burgfrankenberg.de
DAS DA Theater
In der Burg ist das Heimatmuseum der Stadt Aachen untergebracht.

Bitte respektieren Sie die Privatsphäre der Bewohner und der angebrachten Hinweisschilder.

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