hier anklicken
Zum Burgen-Archiv der Rheinischen Bucht

Zum
Burgen-Archiv
der Rheinischen
Bucht
Haus Heyden
hier anklicken
Zurück zum Aachener Burgen-Archiv

Zurück
zum
Aachener
Burgen-Archiv
Burg Haus Heyden

Geschichte:
Wie schon bei der Geschichte des Sonnenlehen Schönaus, waren die "Herren zer Heyden" bedeutende Grundbesitzer, und noch streitbare dazu. Haus Heyden, eine der imposantesten Anlagen mit zwei hintereinander liegenden Vorburgen war Zentrum des Land zur Heyden, dass, von der Amstel durchflossen, von Richterich und Berensberg über Bank, Rumpen, Pannesheide bis hin zum heutigen niederländischen Eygelshoven reichte. 1633 lässt sich die Gewinnung von Kohle nachweisen, detailliert geregelt im "Kohlenwiegerbuch".

Logo Deutscher Mittelalterring

Die Burg gehörte noch zum Herrschaftsbereich der Grafen von Jülich, in Kriegszeiten, so wird berichtet, stand es ihnen als Fluchtstätte zur Verfügung. Aber erst um 1500 wurde das Lehen erblich, damals gehörte es Anna von Schoenrade, und sie, eine Klosterfrau, übertrug den ganzen Besitz an einen ihrer Verwandten aus dem Geschlecht derer von Bongart. Mitglieder dieser Familien hatten die Burg schon im 14. Jahrhundert besessen. Damals hatte es keinen Sohn gegeben, so erbte der Neffe, der wurde erschlagen. Dessen Bruder glaubte, daß er seine 12jährige Tochter bestens unter die Haube gebracht hätte, wurde jedoch von seinem Schwiegersohn aufs Abstellgleis geschoben. Erst in der folgenden Generation, mit der besagten Klosterfrau schließt sich der Kreis.

Logo Deutscher Burgenring

Heute prägen vor allem die Bauten der Vorburgen, im 17. und 18. Jahrhundert entstanden, das Erscheinungsbild der Anlagen. Von den Wassergräben blieb ein Teich, erhalten haben sich die, ursprünglich mit hölzernen Zugbrücken gesicherten Torbauten und der mächtige, dreigeschossige Rundturm an der Südwestecke. Sein Untergeschoss ist aus Bruchsteinen mit einigen wenigen Schießscharten. Die Fenster des oberen Geschosses haben eigenwillige Fensterbänke, deren Löcher einst für Schusswaffen genutzt wurden. An einigen Stellen sieht man Steinkugeln, sie blieben allerdings nicht nach dem Beschuss im Mauerwerk stecken, sondern wurden hier eingemauert, um den wehrhaften Charakter des Turmes zu unterstreichen.

Logo Deutscher Mittelalterring

Am Ende der Höfe liegt die Ruine der Hauptburg, Reste eines mächtigen drei- bis viergeschossigen Bergfriedes, der von einer vierseitigen Mauer mit Rundtürmen an den Ecken umgeben war. Ein Zugang bestand nur im ersten Geschoss und konnte nur über eine Leiter erreicht werden. Seine Decken bestanden aus mächtigen Holzbalken, die auf seitlichen Konsolen auflagen. Erstmals wurde die Burg im dreißigjährigen Krieg beschädigt. Nahezu zerstört aber erst als die Truppen des französischen Sonnenkönigs, die auch in das Gebiet außerhalb in der Nachbarschaft der spanischen Niederlande einfielen.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Aachener Burgenrunde - Radeln zwischen Wurm und Inde) Stand: Mai 2000

Logo Deutscher Burgenring

Ortslage:
Stadt Aachen

Anfahrt mit dem Rad:
Die "Wasserburgen-Route" (Tour ) wie auch die "Aachener Burgenrunde" (Etappe ) führen auf dem Weg zwischen und direkt am Burggelände vorbei.

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

Bitte respektieren Sie die Privatsphäre der Bewohner und der angebrachten Hinweisschilder.

HomeLogo Deutscher Mittelalterring
Logo Deutscher Burgenring
Logo Deutscher Mittelalterring
Top