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Burg Kinzweiler

Geschichte:
In Kinzweiler gab es mehrere Burgen. Die Untere Burg lag am sogenannten Kalvarienberg, und entstand wahrscheinlich im 10. Jahrhundert. Als sich eine Nebenlinie der Ritter von Kinzweiler abtrennte, bezogen diese die heute nicht mehr vorhandene Obere Burg am Mühlenbongard. Beide Anlagen waren sogenannte Motten, bei denen starke steinerne Wohntürme auf künstlich aufgeworfenen Hügeln mit umlaufenden Gräben standen. Die Sage berichtet, dass der Ortsname daran erinnern soll, dass in Urzeiten ein kleines Kind einen Ritter vor einem feindlichen Überfall gewarnt habe.

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In späteren Jahrhunderten erhielten die Herren von Kinzweiler Lehen der Edelherren von Randerath und im 13. Jahrhundert von den Herren der Jülich, sie bekleideten aber auch so bedeutende Ämter wie das eines Komturs (Verwalters) der Besitzung des Deutschen Ordens in Alden Biesen. Das Ende der beiden Motten zeichnete sich im 14. Jahrhundert ab, als der gesamte Besitz an die Familie von Palant veräußert worden ist. Damals waren die Gebäude höchst veraltert und wahrscheinlich auch in schlechtem baulichen Zustand.

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An der Stelle der Unteren Burg entstand erst in der Mitte des 18. Jahrhunderts unter dem Kurfürsten Karl Theodor von der Pfalz die heutige Burg. Sie ist im Prinzip eine Dreiflügelanlage, wie sie zur Zeit des Barocks so beliebt gewesen ist. Allerdings musste der Baumeister die vorhandenen Keller aus Bruchstein und Teile einer Wand in seinen Entwurf integrieren. Die hohen Keller, die an drei Seiten von Wassergräben umspült werden, ergeben einen hoch liegenden Ehrenhof, der über eine zweiläufige Treppe zu erreichen ist. Beim Neubau der Anlage von Kinzweiler kam es nicht mehr darauf an, einen wehrhaften Mittelpunkt für eine Herrschaft zu errichten. Ein solches Haus war vielmehr repräsentatives Wohnhaus und Mittelpunkt einer großen landwirtschaftlichen Produktionsstätte.

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Eine Zeit lang war die Burg im Besitz des Eschweiler Bergwerkvereins, ein Unternehmen, dass seinerzeit von Christine Englerth, der Tochter des von den Grafen Hatzfeld aus Kinzweiler verjagten Johann Peter Wültgens begründet wurde. Wültgens hatte zur Entschädigung für Kinzweiler das Recht an der Ausbeute der Eschweiler Kohlenvorkommen erhalten. Und letzten Ende war es der Braunkohletagebau, der beinahe den Untergang der dritten Burg von Kinzweiler bedeutet hätte, sie wurde durch private Initiative gerettet, abgerissen wurden jedoch 1970 die beiden hintereinander liegenden Vorburgen.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Aachener Burgenrunde - Radeln zwischen Wurm und Inde) Stand: Mai 2000

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Ortslage:
Kinzweiler, Stadt Eschweiler, Kreis Aachen

Anfahrt mit dem Rad:
Die "Wasserburgen-Route" (Tour 4) wie auch die "Aachener Burgenrunde" (Etappe 3) führen auf dem Weg zwischen und direkt am Burggelände vorbei.

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

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