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Geschichte:
Ob Varnenum oder Monasterium ad Indam, der überschaubare Ort vor den Toren von Aachen, an der Strecke in die Eifel gelegen, hat mehrfach seinen Namen geändert. Zur Zeit der Römer befand sich hier, etwas Außerhalb gelegen ein Heiligtum, an dem die Bewohner der Gottheit Varneno huldigten.

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Jahrhunderte später, 814, wurde das Benediktinerkloster gestiftet, gedacht als Musteranlage und Mittelpunkt des an Ländereien und Bodenschätzen reichen "Münsterländchens". Mehrfach zerstört, konnte es sich bis zur Franzosenzeit halten, diente dann als Fabrik, Ausbildungsstätte für Lehrer, Heimatmuseum und heute für ein Sonntags zu besichtigende Museum für zeitgenössige Kunst. Die Benediktiner kamen zwar zurück, ihre Abtei mit Schule liegt heute jedoch auf einer nahen Anhöhe vor Kornelimünster.

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Schon früh schenkte man dem Kloster bedeutende Reliquien. Damit das Chorgebet der Mönche nicht durch die Pilger gestört wurde, baute man hierfür zwei separate Kirchenschiffe an, auch gibt es eine besondere Empore für Privilegierte, denen der Abt auch außerhalb der festgesetzten Zeit die Heiligtümer zeigen konnte.

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In der Nähe der Abtei, deren Erscheinungsbild neben der Kirche durch die reichen barocken Bauten für den Abt geprägt wird, umstehen zahlreiche ältere Bauten den Benediktusplatz und den Korneliusmarkt. Die meisten der Fassaden sind aus Stein aufgemauert und werden ins 17. Jh. datiert. Viele stehen auf schmalen Parzellen und prunken mit spitzen Giebeln. Der "Klomp", auch "Steare Eck" genannt, ist eine Gruppe von vielgeschossigen Häusern, an deren Seite sich noch sehr schön die Bauweise ablesen lässt. Zum Schutz vor Hochwasser ist Keller und Erdgeschoss ganz aus Bruchstein, der nahe Wald lieferte die Holzbalken für die Fachwerk-Konstruktion. In den Giebel befinden sich noch kleine Öffnungen für die Ladebäume, an denen man die Vorräte zum Speicher hoch ziehen konnte.

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Mancher Pilger kam im Nikolausspital, einem breit gelagerten Bau mit eigener Kapelle, unter. Mitte September, zur Cornelius-Oktav, wenn die Bauern aus der Umgebung den Patron des Hornviehs verehrten, war es allen Anwohnern von Kornelimünster gestattet, Gäste zu beherbergen und sich einen Obulus zu verdienen. Das ist die Zeit des "Cyprianus-Zäpper", Wohnstuben verwandeln sich auch heute noch in Gaststuben und, vergleichbar mit den Straußwirtschaften der Weinbaugebiete, durfte jedermann den Fremden Speise und Trank anbieten.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Aachener Burgenrunde - Radeln zwischen Wurm und Inde) Stand: Mai 2000

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Ortslage:
Kornelimünster, Stadt Aachen

Anfahrt mit dem Rad:
Die "Wasserburgen-Route" (Tour 5) führt auf dem Weg von Aachen nach Stolberg direkt durch Kornelimünster.

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

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