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Burg Monschau

Geschichte:
Selbst die Reste des Schlosses hoch über Monschau sind beeindruckend. Gewaltige Steinmassen, Mauern, Türme und ein Wehrgang zeugen von der einstiegen Bedeutung der Anlage. Sie wurde aus einem ganz pragmatischen Grund errichtet, zum Schutz des 1205 begründete Klosters Reichenstein. Die natürlichen Gegebenheiten begünstigten den Bau der Burg. Im Westen fiel die Erhebung steil ab und konnte nicht eingenommen werden. Den eigentlichen Zugang sicherte der Eselsturm im Norden. Seine Mauern haben stellenweise eine Stärke von 4,5 Metern. Im Vorhof liegt zur Stadtseite die Kapelle, über eine Rampe erreicht man das Hochschloss über eine teilweise noch erhaltene Toranlage mit zwei Türmen.

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Der letzte Erbe der Grafen von Monschau-Falkenburg starb 1352. Sofort entbrannten die Streitigkeiten um die Nachfolge. Die Herren von Schönforst, bei Aachen ansässig, besiegten ihre Rivalen, die Jülicher, 1361 und konnten sich bis 1435 behaupten. Sie ließen die Burg erweitern. Ihr letzter Nachfahre hinterließ die total verschuldete Burg. Über die Hauptgläubigerin, Katharina von Sayn, kam sie nun doch noch an die Jülicher.

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Ebbe in der Kasse war auch der Grund dafür, dass die Burg nicht zum Schutz vor schweren Geschützen ausgebaut worden war. Kaiser Karl V. eroberte die Burg bei seinen Auseinandersetzungen mit dem Grafen Wilhelm V. von Jülich. Viel später taten die Truppen von Ludwig XIV. das ihrige; die Burg verfiel immer weiter. Um 1800 wurde das Schloss vom Staat eingezogen und veräußert. Der neue Besitzer ließ, um der Gebäudesteuer zu entgehen, die Dächer abbrechen. Wasser und Schnee drangen in das Mauerwerk ein.

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1899, nachdem der Wert der Burg erkannt worden war, erwarb die Gemeinde Monschau alles und ließ einige nicht aufzuschiebende Arbeiten ausführen. Die Vorburg, in der sich heute ein Altenheim befindet, wurde zu einem Krankenhaus umgebaut. 1930 waren Teile der Oberburg durch den Düsseldorfer Architekten Ernst Stahl zur Jugendherberge ausgebaut worden.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Dürener Burgenrunde - Radeln zwischen Wurm und Inde) Stand: Mai 2000

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Ortslage:
Stadt Monschau, Kreis Aachen

Anfahrt mit dem Rad:
Der "RurUferRadweg" (Etappe 2) führt auf dem Weg zwischen dem Hohen Venn und den Rurstauseen direkt durch Monschau.

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

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