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Nothberger Burg

Geschichte:
"Berghe up der Inden" wurde um 1300 eine kleine Siedlung genannt, die später unter den Namen "Udelinsberg" und "Walramsberg" auftaucht. Ab 1391 wird der Name "Nothberg" geläufig, wahrscheinlich abgeleitet von einem Not-Gottes-Altar in der Pfarrkirche, der gerne bei Wallfahrten besucht wird.

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Die Geschichte der Burgruine, gelegen auf einer kleinen Erhebung unweit der Inde, lässt sich bis 1361 zurückverfolgen. Damals erhielt Herzog Wilhelm I von Jülich von Edmund von Engelsdorf ein Darlehen, der als Gegenleistung mit der Burg belehnt wurde. Später kam sie in den Besitz des Hauses Palant. Als die Manneslinie ausstarb, konnte nach langem Streit die in Türnich ansässige Familie von Rolshausen ihre Rechte geltend machen. Durch Heirat kam sie an die Familien von Loquenghien und von Wassenberg. Nach dem Verkauf 1829 wurde ein Drittel des Herrenhauses abgebrochen. 1880 erwarb ein Peter Kever die landwirtschaftlich zu nutzenden Flächen, die Ruine musste aber auch übernommen werden. Fast 100 Jahr später wurde ein Förderverein ins Leben gerufen, der sich für die Ruine verantwortlich fühlt und versucht, den weiteren Verfall aufzuhalten.

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Burg Nothberg ist im Wesentlichen die auf drei Seiten von einem breiten Graben umgebene Ruine. Die vierte Seite, zur Inde hin, hatte als natürlichen Schutz den Geländeversprung, außerdem liegt hier eine starke Mauer, die auch heute noch den Komplex einfasst. Die Vorburg besteht aus zwei sich rechtwinklig schneidende Flügelbauten. Das spitzbogig geschlossene Tor konnte einstens nur über eine Zugbrücke erreicht werden.

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Das Herrenhaus hatte einen rechteckigen Grundriss, und wie an der Front zum Vorhof hin hatte es auch auf der Rückseite jeweils zwei Türme auf kreisförmigen Grundriss, die etwa zu drei Viertel aus dem Rechteck heraustraten. Die Wohngeschosse zeigen blausteingefaßte Kreuzstockfenster in unregelmäßiger Anordnung. Interessantestes Detail ist eine sogenannte Auslucht. Diese Art Erker wurde im Erdgeschoss angebaut und ein reich verzierter, repräsentativer Bauteil. Ähnlich reich gestaltet ist das Portal an der Nordfassade. Vorbild für diesen Umbau im damals modernen Stil der Renaissance waren vermutlich die Jülicher Baumeister Pasqualini.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Aachener Burgenrunde - Radeln zwischen Wurm und Inde) Stand: Mai 2000

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Ortslage:
Nothberg, Stadt Eschweiler, Kreis Aachen

Anfahrt mit dem Rad:
Die "Aachener Burgenrunde" (Etappe 1) führt auf dem Weg von Stolberg nach Dürwiß am Burggelände vorbei. Da ein Zugang zur Burg selbst nicht möglich ist, ist zwischen Inde und Nothberg neben der Bahnstrecke der beste Aussichtspunkt.

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

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