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Nothberger Hof

Geschichte:
In Nothberg gab es verschiedene größere Hofanlagen. Der Nothberger Hof oder Kirchenhof, der nach seinen zeitweiligen Besitzern auch Meuthenshof oder Dahmenshof genannt wurde, gehörte nachweislich im Jahre 1464 einem Gelis von Gevenich. Seine Nachkommen übertrugen ihn gut sechzig Jahre später dem Vogt von Nörvenich, Johann Meuthen, in Erbpacht.

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Dieser Mann soll denn auch in der Mitte des 16. Jahrhunderts die heute noch bestehenden Baulichkeiten errichtet haben. Vier Flügel bilden einen Hofanlage. Hauptbau ist das sogenannte Herrenhaus im Westen. Stilistisch der Gotik zuzuschreiben, besteht es aus einem rechteckigen Teil mit hohem Satteldach. Der mächtige runde Turm geht mit seinen bruchsteinernen Mauern etwas über die Traufe des Hauses und hat ein kegelförmiges Dach. Im Turmmauerwerk und an den dem Innenhof zugewandten Seiten kann man noch die ursprünglichen Kreuzstockfenster erkennen.

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Ganz im Unterschied dazu steht die der Straße zugewandte Fassade des Wohnhauses. Sie besteht aus einem niedrigen Bruchsteinsockel mit aufgehendem Ziegelmauerwerk. Die relativ großen Fenster, jeweils zwei übereinander in fünf Achsen haben ein stehend rechteckiges Format. Für die Stürze wurden die Ziegel scheitrecht vermauert und durch einen kleinen, seitlich abknickenden Wulst überfangen. Anhand dieser Fenster lässt sich ganz eindeutig erkennen, dass die Fassade im späten 19. Jahrhundert vollständig erneuert wurde.

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Mehrere andere Flügelbauten aus Bruch- oder Ziegelsteinen vervollständigen das Bau-Ensemble. Anhand der eisernen Maueranker lässt sich der Bau der Scheune auf das Jahr 1695 datieren. Die Zufahrt zum Hof markiert ein schlichter, monumentaler Torbau, die Einfahrt hat eine leichte Spitzbogenform. Rechts und links davon treten Mauerpfeiler zur Verstärkung vor die Fassade. Über der Durchfahrt ist das Mauerwerk bis in den Dachbereich der anschließenden Gebäude hoch gezogen.

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Im 18. Jahrhundert fiel der Nothberger Hof durch Heirat der Isabelle Elisabeth von Meuthen an einen F.C. Dahmen. Um 1870 erwarb die in Aachen ansässige Familie Nellessen das Gut. Heute ist das modernisierte Gebäude in mehrere Wohneinheiten aufgeteilt.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Aachener Burgenrunde - Radeln zwischen Wurm und Inde) Stand: Mai 2000

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Ortslage:
Nothberg, Stadt Eschweiler, Kreis Aachen

Anfahrt mit dem Rad:
Die "Aachener Burgenrunde" (Etappe 1) führt auf dem Weg zwischen Alsdorf und Dürwiß direkt am Burggelände vorbei.

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

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