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Schloß Ottenfeld

Geschichte:
An der Landstraße von Würselen nach Alsdorf liegt das Schloss Ottenfeld. Der Begriff "Schloss" steht hier einmal mehr für den Zweck des Bauwerks als repräsentatives Wohngebäude und nicht im Sinne eines alterwürdigen, großen Hauses. Denn der Grundstein zum heutigen Schloss Ottenfeld wurde erst 1878 gelegt, zu einer Zeit also, als die Architekten für ihre Planungsaufgaben mit Vorliebe historische Stile kopierten. Auf diese Weise konnte man den vorbeifahrenden Betrachter auf die Tradition seiner Familie hinweisen, selbst für den Fall, dass es diese Tradition gar nicht gab.

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Hier jedoch gibt es eine solche Tradition und die Existenz des Gutes Ottenfeld kann bis ins Mittelalter zurückverfolgt werden. 1420 wird es in Urkunden erwähnt. Es gibt außerdem Quellen, nach denen die Aachener Kreuzbrüder den Hof erwarben (oder ihn zum Geschenk erhielten), ihn durch Pächter bewirten ließen und dafür sowohl dem Besitzer der Burg in Alsdorf als auch dem Pfarrer der dortigen St.-Kastor-Kirche Abgaben entrichten mussten. Etwa im 17. Jahrhundert kam der Hof in den Besitz der Freiherren von Blanckart, denen auch die Alsdorfer Burg gehört hat. Es handelte sich um ein typisches rheinisches Landgut, bei dem sich Wohn- und Wirtschaftsgebäude um einen großen, quadratischen Hof gruppierten.

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Unklar ist hingegen, warum es im frühen 19. Jahrhundert zu einem Besitzwechsel gekommen ist, denn erst 1846 hatte Josef von Blanckart, ein Bruder des Besitzers der Alsdorfer Burg, Gut Ottenfeld erneut angekauft. Sein Sohn ließ 32 Jahre später den Neubau errichten, mit großem finanzielle Aufwand, denn es bedurfte umfangreicher Fundamentierungen in den sumpfigen Niederungen des vorbeifließenden Broicher Baches.

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Das großzügige Wohnhaus ähnelt stark den vielfach älteren Herrenhäusern der Umgebung. Es hat einen rechteckigen Grundriss und zwei Wohngeschosse über einem hohen Untergeschoss. Kurze Flügel treten wie eine Art Turm aus der Baumasse hervor. Sie zeigen an ihren Stirnseite einen Treppengiebel mit Rundbogenfries. Das Motiv dieser Giebel kehrt an den Gauben des hohen, abgewalmten Daches wieder. Weitere schmückende Elemente aus Haustein fehlen, Rundbogenfenster lockern die schlichte Fassade auf, ein aus Ziegeln gemauerter Fries läuft entlang des Hauptgesims.

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Die Ökonomiegebäude passen sich dem Wohnhaus an, zeigen Stufengiebel und eine rundbogige Tordurchfahrt, die von auf Abstand gesetzte Blausteinblöcke eingefasst ist.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Aachener Burgenrunde - Radeln zwischen Wurm und Inde) Stand: Mai 2000

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Ortslage:
Stadt Alsdorf, Kreis Aachen

Anfahrt mit dem Rad:
Die "Wasserburgen-Route" (Tour 4) wie auch die "Aachener Burgenrunde" (Etappe 5) führen auf dem Weg zwischen Alsdorf und Herzogenrath am Burggelände vorbei. Auf der B 57 muß nach Alsdorf kommen noch ein Stück weitergefahren werden, bis rechts eine Birkenallee zum Schloss abzweigt.

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

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