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Burg Haus Palant

Geschichte:
Als die französischen Truppen im ausgehenden 18. Jahrhundert weiter und weiter ins Rheinland vordrangen, da versuchten sie, an bedeutenden Stellen ihre Verwalter einzusetzen. Und auf Haus Palant war dies ein Mann namens Rapolt. Als rücksichtslos wird er charakterisiert, weil er ohne Pardon die Gelder der Pächter eintrieb. Aber seine Herrschaft war nur von kurzer Dauer, als die Alliierten Truppen Napoleon wieder zurücktrieben, da musste auch Rapolt seine Haut retten. Bei dem Versuch, den Besitz zu versilbern, hat ihn die aufgebrachte Menge im dunklen Wald überfallen und getötet.

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Die Geschichte des Hauses ist älter, wahrscheinlich war es schon um 800 karolingisches Königsgut. Die Nachkommen des Aachener Meiers Arnoldus Parvus lebten hier und nannten sich Palant, zum ersten mal urkundlich erwähnt 1342, und von Karl V. zu Baronen erhoben. Krieg wechselte sich mit Frieden ab, und in der Jülichen Fehde wurden die Palants vom Herzog von Jülich vertrieben, erhielten im Frieden zu Venlo 1543 aber ihren Besitz zurück. Erst 1639 starb das Geschlecht mit dem Grafen Floris II von Palant-Cuylenberg aus. Kurz vor seinem Tode ließ er das Haus im Renaissancestil erneuern, es soll seiner Zeit das schönste Schloss im ganzen Jülicher Land gewesen sein. Die Pracht aber war von kurzer Dauer, 1755/56 erschütterten mehrere starke Erdbeben die Gegend.

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Heute steht unweit der Autobahn ein imposantes Gebäude mit der Toreinfahrt in dem besonders betonten Mittelteil. Er wurde erst 1957 nach den Kriegszerstörungen wiederaufgebaut. Die drei Gebäudeflügel öffnen sich zum ehemaligen Schloss hin, ihre Mauern sind aus Bruchsteinen hochgezogen, sind mit blausteinernen Ziergliedern versehen und tragen Walmdächer. Zum Tor führte einst eine Zugbrücke, die Durchfahrt selber ist Teil eines Risalits, dass heißt eines vor die Fassade treten Bauteils. Pilaster gliedern seine Fassade in der Vertikalen, Ziegel- und Hausteinschichten, auch Specklagen genannt, wechseln miteinander ab. Nach Osten sind zwei kurze Flügel angebaut, die, mit einer Mauer verbunden, einen weiteren Wirtschaftshof ergeben. Das Gelände zum Süden hin liegt tiefer, hier lag das eigentliche Wohnhaus, das vielgerühmte Schloss mit vier Ecktürmen. Man brach es 1828 ab, ein paar Generationen, bevor der Industrielle Charles James Cockerill aus Aachen das Gut erwarb und landwirtschaftlich nutzte, so wie vor ihm schon viele der ehemaligen Besitzer auch.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Aachener Burgenrunde - Radeln zwischen Wurm und Inde) Stand: Mai 2000

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Ortslage: Weisweiler, Stadt Eschweiler, Kreis Aachen

Anfahrt mit dem Rad:
Die "Aachener Burgenrunde" (Etappe 8) führt auf dem Weg zwischen Eschweiler und Inden direkt am Burggelände vorbei.

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

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