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Ponttor, Photo: Guido Eisenbach
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Ponttor

Geschichte:
Jeder, der heute einen Blick auf den Aachener Stadtplan wirft, kann erkennen, dass sie im Laufe der Jahrhunderte wie ein Baumstamm ringförmig gewachsen ist. Um die Pfalz Karls des Großen ziehen sich heute zwei konzentrische Ringe von Straßenzügen. Sie markieren die beiden Mauersysteme, die heute, bis auf wenige Reste, vollständig untergegangen sind. Denn die mittelalterlichen Stadtmauern mit ihren Türmen und Toren hatten irgendwann einmal ihre Funktion zur Verteidigung der Stadt verloren, die Zeitgenossen empfanden sie als einengend und hinderlich für den Verkehr, obwohl sie sich doch kaum die Blechlawinen unserer Tage vorstellen konnten.

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1171 schworen die Bürger von Kaiser Friedrich I. Babarossa, innerhalb von vier Jahren eine hohe und feste Mauer zu errichten. Einige wenige Reste kann man noch an der Pontstrasse zum Driescher Gäßchen hin betrachten. Der Bau der "äußeren Mauer" wurde 1257 begonnen, die meisten der Tore und Türme sind wegen Baufälligkeit abgebrochen, obwohl die Ausfallstraßen noch zur Franzosenzeit des Nachts durch Gittertore, Ketten und Schlagbäume gesichert wurden. In Teilbereichen wurden die Wälle zu "Promenaden" für Bürger und Kurgäste.

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Eine der ersten Bürgerinitiative setzte sich für den Erhalt einiger Bauwerke der Stadtbefestigung, wie das Ponttor, das Marschiertor, den Langen Turm oder die Bastion Marienburg ein. Die Instandsetzungspläne aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert, größtenteils von dem Stadtbaumeister Joseph Laurent ausgearbeitet, übertrieben oft mit dem Anbau von Erkern, Zinnen und Dachreitern. Ob als Museum oder als Unterkunft für Jugendliche, die Gebäude hatten einen bedeutenden Anteil am Stadtbild von Aachen. Verständlich, dass man auch nach dem letzten Krieg viel Geld aufgewendet hat, um diese Mittelalterlichen Relikte der Nachwelt zu erhalten. Je nach ihrer Lage konnten sie in eine Grünanlage integriert werden, wie zum Beispiel die 1932 zum Ehrenmal für die Opfer der Weltkriege umgebaute Marienburg - eine Planung, die auf den Städteplaner Joseph Stübben zurückzuführen ist.

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Die beiden mächtigen Tore, von denen das Ponttor auch heute noch aus Torburg, Vorburg und verbindendem Wehrgang besteht, wurden ihrer eigentlichen Funktion beraubt. Der Verkehr wird um sie herum geleitet. Sie liegen da wie auf einer Insel, und nur der eilige Fußgänger oder der interessierte Besucher passiert noch das in grauer Vorzeit für die Sicherheit der Stadt Aachen so bedeutende Bauwerk.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Aachener Burgenrunde - Radeln zwischen Wurm und Inde) Stand: Mai 2000

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Ortslage:
Stadt Aachen

Anfahrt mit dem Rad:
Die "Wasserburgen-Route" (Tour 4) wie auch die "Aachener Burgenrunde" (Etappe 6) führen auf dem Weg durch Aachen am Ponttor vorbei.

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

Das Tor ist öffentlich zugänglich.

Bitte respektieren Sie die angebrachten Hinweisschilder.
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