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Kloster Reichenstein

Geschichte:
Im Namen des Klosters sollte vor allem auf die Vorsilbe "Stein" geachtet werden, weist sie doch nach mittelalterlichem Sprachgebrauch auf eine befestigte Anlage hin.

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Kurz nach der Wende vom 12. zum 13. Jh. haben Walram, Herr von Monschau und Jutta, seine Gattin, die Burg Richwinstein dem Orden der Prämonstratenser übertragen. Sie sollten für die Gründung eines Nonnenklosters sorgen. Die Stifter verfolgten mit dieser rührigen Tat den Wunsch, dass auch nach ihrem Tode im Gebet an sie gedacht würde. Mit Geld, Grund und Boden reichhaltig ausgestattet, hatte der Erzbischof von Köln nichts dagegen einzuwenden, dass aus einem Kloster in Jülich vier Schwestern und ein Rektor in die Einöde der Eifel entsandt wurden. 1258 ermöglichte eine weitere Stiftung die Aufnahme und Verpflegung von reisenden Pilgern.

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Zur Sicherheit hatte der Kölner Erzbischof den Abt des benachbarten Klosters Steinfeld verpflichtet, ein Auge auf die neue Filiale zu werfen. Mit Recht, wie sich später herausgestellt hat. Im Kloster Reichenstein griffen weniger fromme Umgangsformen um sich. Der Abt belegte am 24.04.1484 sämtliche Mitglieder des Conventes mit dem Bann. Herzog Wilhelm IV. von Jülich, der weltliche Herrscher, löste kurzerhand das Nonnenkloster auf. Die Damen mussten verschwinden. Statt dessen zogen Ordensleute aus Steinfeld ein. Es begannen dunkle Tage für das Kloster; 1543 wurde alles, was nicht niet- und nagelfest war, geplündert. Den Mönchen blieb nur die Flucht. Als sie zurückkehrten, hatten sie kaum mehr als ein Dach über dem Kopf. 1691 bauten sie eine neue Wohnung für den Prior, im Jahr darauf konnte die Kapelle geweiht werden. Erst 1714 erfolgte die teilweise Lösung vom Kloster Steinfeld. Die positive Entwicklung dauerte nur knapp 100 Jahre, bis daß die Franzosen auch diesen geistlichen Besitz verstaatlicht haben. Das leerstehende Kloster wurde verkauft. Seither haben die Besitzer mehrfach gewechselt, aber alle haben die Gebäude für die Landwirtschaft genutzt.

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Bauten aus dem 17. Jh. schließen einen Binnenhof ein. Im Süden liegen die ehemalige Kapelle und die Wohnung des Klostervorstehers. Es sind die einzigen etwas aufwendigeren Gebäude. Fast alles ist in Bruchstein aufgeführt. Die Kreuzgratgewölbe der Kapelle sind verschwunden, geblieben sind allein die wenigen Reste ihres einstigen Chores sowie die Maueranker, die an das Jahr 1693 als Baujahr erinnern.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Dürener Burgenrunde - Radeln zwischen Wurm und Inde) Stand: Mai 2000

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Ortslage:
Stadt Monschau, Kreis Aachen

Anfahrt mit dem Rad:
Der "RurUferRadweg" (Etappe 2) führt auf dem Weg zwischen dem Hohen Venn und den Rurstauseen direkt durch Monschau.

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

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