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Burg Rode

Geschichte:
Zur Zeit der Merowinger war die Wurm eine wichtige natürliche Grenze. Die Grafen von Saffenburg, die an der Ahr zu Hause waren, hatten das Recht, um hier, in der Nähe einer der alten, römischen Straßen, Zölle zu erheben. Sie ließen auch eine befestigte Anlage errichten, die aber schon eine Generation später als Mitgift an die Herzöge von Limburg fiel. Man nannte das Gebiet nun "das dem Herzog gehörige Rode", auch "Land von Rode", schließlich Herzogenrath.

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In der direkten Nachbarschaft hatten sich zahlreiche Handwerker und Bauern niedergelassen, deren Häuser durch eine von der Burg ausgehenden Mauer gesichert wurden. Wegen ihrer Lage wurden Burg und Ort aber immer heiß umkämpft. Mal siegte der Herzog von Brabant, mal brannten die Truppen des Kölner Erzbistums die Gemäuer nieder. Das änderte sich auch nicht in den folgenden Jahrhunderten, im Land herrschte große Armut. "Wer nicht betteln will, der stiehlt" sagte man sich und rottete sich zu Räuberbanden zusammen. Die "Bockreiter" sollen dabei mit dem Teufel im Bunde gestanden haben, es wird von schwarzen Messen berichtet, von Überfällen, aber auch von Verhaftungen und Folterungen.

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Die Franzosen brachten ein Lazarett hier unter, hernach kam die Burg an den Fiskus, verfiel immer weiter. 1877 wurde der Fabrikant August Schmetz neuer Eigentümer. Neue Dächer schützten nun das Mauerwerk vor eindringendem Regen und Schnee, der Bergfried erhielt seinen markanten Zinnenkranz. Schmetz verkaufte die Besitzung an den Ingenieur Ahlemeyer, der 1903/04 Professor Buchkremer mit dem weiteren Ausbau beauftragte. Man schuf neue Räume in einem Querflügel, und baute in den Nordtrakt eine Wohnung für den Pförtner mit einem zusätzlichen Treppenturm an. Die Baukosten werden mit 20.000 Mark angegeben. Kurz vor dem Kriege kaufte die Stadt Herzogenrath die Burg, die hier Amtsräume und die Wohnung des Bürgermeisters unterbrachte. In den 80er Jahren wurde das Wahrzeichen der Stadt durchgreifend modernisiert und dient seither als öffentliches Kulturzentrum.

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Burg Rode verlor mit der Einführung der Pulvergeschütze Mitte des 15.Jahrhunderts an Bedeutung, und wurde im Unterschied zu den Wasserburgen, die sich im Laufe der Zeit als Mittelpunkt eines landwirtschaftlichen Betriebes entwickelten, dem Verfall preisgegeben. Erhalten blieb der mächtige Rundturm. In den beiden neuen Flügeln fanden die Prozesse gegen die Bockreiter statt, und in den Kellerverliesen wurde gefoltert.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Aachener Burgenrunde - Radeln zwischen Wurm und Inde) Stand: Mai 2000

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Ortslage:
Herzogenrath, Kreis Aachen

Anfahrt mit dem Rad:
Die "Wasserburgen-Route" (Tour 4) wie auch die "Aachener Burgenrunde" (Etappe 5) führen direkt durch Herzogenrath.

Anfahrt mit dem Auto:
BAB A 4 - Ausfahrt Aachen-Laurensberg, Richtung Herzogenrath. Die Burg befindet sich in der Innenstadt und ist über die Kleikstraße erreichbar. Gleich neben dem Burgberg, am Ende der Burgstraße, befindet sich ein kleiner Parkplatz.

Literatur:

Links:

Die Burg ist seit 1982 im Besitz des BURG RODE Herzogenrath e.V.. Das Jahr über finden hier zahlreiche Kulturveranstaltungen und Ausstellungen statt. Ein Zugang von außen ist jederzeit möglich.
Das Jahresprogramm einschließlich Terminen ist über die Stadtverwaltung zu erfragen:
Stadt Herzogenrath, Rathausplatz, Tel.: 02406-83-0 oder: http://herzogenrath.de/kultur/fs209.htm
Burgführungen für Gruppen sind nur nach vorheriger Anmeldung möglich. Ansprechpartner: Frau Venohr - Tel.: 02406-5230.

Ein Tipp : Von Burg Rode sind es nur ein paar hundert Meter zum Kloster Rolduc im niederländischen Kerkrade.

Bitte respektieren Sie die Privatsphäre der Bewohner und der angebrachten Hinweisschilder.

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