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Burg Röthgen

Geschichte:
Zum Schutze der Umgebung von Jülich gegen das unübersichtliche Waldgebiet der Voreifel gab es eine Kette von Befestigungsanlagen in Bovenberg, Holzheim, Nothberg, Röthgen und Stolberg. Nothberg und Röthgen sind Anlagen, die von tiefen Wassergräbern umgeben waren.

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Nach der Sage soll die Burg in Röthgen, um 800, von Karl dem Großen erbaut worden sein, erste Urkunden verweisen in das 13. Jahrhundert. Das Mauerwerk des sogenannten Herrenhauses ist aus Bruchstein und kann ins erste Viertel des 16. Jahrhunderts datiert werden. Die beiden Hauptgeschosse liegen zum Schutz vor der Feuchtigkeit über einem hohen Kellergeschoß, in dessen Außenwände einige kleine Schießscharten eingelassen sind. Die ursprünglichen Fenster haben sich im Drempel unterhalb des Hauptgesimses erhalten, die übrigen wurden dem Geschmack des Barocks entsprechend vergrößert und bekamen die typischen Blausteineinfassungen mit flachen Segmentbögen und einem kleinen Keilstein in der Mitte. Der Ostflügel, der von den beiden Rundtürmen mit den niedrigen Knickhelmen begrenzt wird, musste nach den Kriegszerstörungen durch den heutigen Besitzer rekonstruiert werden.

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Dem Wohnhaus vorgelagert und von diesem durch einen Wassergraben getrennt, liegt die Vorburg. Ihre niedrigen Flügel tragen mächtige Dächer und dienten für die Unterbringung von Vieh und Stroh. Hier liegt auch heute noch eine der großen Toreinfahrten mit flachem Korbbogenabschluß. Zur Sicherheit für die Bewohner gab es mehrere Wassergräben, die aber heute größtenteils trocken gelegt sind. 1348 wird als Besitzer ein Edmund von Röthgen (van me Roitgen oder vamme Roitgen, später Merötgen) genannt. Seine Schwester war höchstwahrscheinlich die Gattin des Ritters Gerhard von Engelsdorf. Probleme mit den Besitzverhältnissen gab es immer dann, wenn keine direkten Nachkommen mehr da waren.

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In der Mitte des 16. Jahrhunderts verpachtete daher die Luxemburger Äbtissin Anna von Merötgen-Engelsdorf das Gut an ihren Neffen. Der aber hatte ihrer Meinung nach die Güter "verdestruiert" und die "Pächter jämmerlich verdorben und gequält". Ganz verärgert wollte sie alles möglichst schnell verkaufen. Nur war der Neffe schlauer (oder schneller), er behielt den Besitz, der 1691 an die Familie von Bourscheidt fiel und hier verblieb bis 1950. Es wurde im 19. Jahrhundert Rittergut und dadurch erhielten die Besitzer Sitz und Stimme im Jülicher Landtag. Das Herrenhaus besteht auch heute noch, während die Befestigungsanlagen abgebrochen worden sind.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Aachener Burgenrunde - Radeln zwischen Wurm und Inde) Stand: Mai 2000

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Ortslage:
Stadt Eschweiler, Kreis Aachen

Anfahrt mit dem Rad:
Die "Aachener Burgenrunde" (Etappe 8) beginnt auf dem Weg nach Weisweiler am Talbahnhof. Von hier geht ein Abzweig auf der Franzstraße über die Gleise. Auf der Talstraße, nach 250 m rechts auf der Bourscheidtstraße und an der Kirche links auf der Straße Am Burgfeld wird an der nächsten Kreuzung ein schmaler Fußgängerweg errweicht, der an der Burgstraße direkt neben dem Burggelände endet.

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

In der Vorburg befindet sich ein Reiterhof.

Bitte respektieren Sie die Privatsphäre der Bewohner und der angebrachten Hinweisschilder.

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