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Kloster Rolduc

Geschichte:
Ob nun Abtei Rolduc, abgeleitet von dem benachbarten Rode-le-Duc, der Rodung des Herzogs, oder Klosterrath; der im niederländischen Kerkrade gelegene Komplex beherbergt das Priesterseminar des Bistums Roermond, ein Gymnasium, lange Jahre ein Museum zum Bergbau, schließlich ein Tagungszentrum.

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Seine Geschichte ist lang und verwickelt, aber, vor allem durch die "Annales Rodenses", eine Art Chronik, sehr gut überliefert. Gegründet wurde sie 1104 von Ailbert von Antoing als Einsiedelei. Weil die Grafen von Saffenberg den Ausbau des Klosters finanzierten, erhielten die das Vogtrecht und wurden somit die weltlichen Beschützer. Zwar war Rolduc recht weit von ihrem Stammsitz an der Ahr entfernt, aber dadurch spielte es eine ganz bedeutende Rolle für den Aufbau ihres Territoriums. Durch Heirat kam es an die Limburger, nach der Schlacht von Worringen 1288 nach Brabant, später Burgund, schließlich an die Habsburger. Nach dem Westfälischen Friede 1648 wurde es zwar der Republik der Vereinigten Niederlande zugeschlagen, konnte aber durch die geschickten Verhandlungen des Abtes wieder zum spanisch beherrschten Teil im Süden kommen.

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In Rolduc lebten Augustiner, sogenannte "regulierte" Chorherren, die sich Statuten verpflichtet fühlten, die für die Reform mehrerer Klöster aufgestellt worden war. Der um 1100 begonnene Bau der romanischen Kirche dauerte fast 100 Jahre. Schon 100 Jahre später beschloss der Konvent, anstelle des Dreikonchenchores einen neuen in gotischen Formen errichten zu lassen. Auch hier dauerte es mehrere Generationen, bis die letzten Schlusssteine der Gewölbe gesetzt werden konnten.

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Die verwinkelten Klostergebäude sind meist barocken Ursprungs, ihr Mauerwerk zeigt abwechselnd dunkelrote Ziegel und graublaue Hausteine. Besonders erwähnenswert ist der breit gelagerte Flügel im Osten. Zwischen zwei turmartigen Aufbauten, diese geschmückt mit geschwungenen Mansarddächern, liegt ein dreiachsiger, vor die Fassade tretender Gebäudeteil (Mittelrisalit) mit flachem Dreiecksgiebel. Die Pläne hierfür können dem in Aachen ansässigen Architekten Josef Moretti, dem Erbauer der Ungarnkapelle am Aachener Dom, zugeschrieben werden, der Trakt entstand zwischen 1751 und 1754.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Aachener Burgenrunde - Radeln zwischen Wurm und Inde) Stand: Mai 2000

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Ortslage:
Gemeente Kerkrade (NL)

Anfahrt mit dem Rad:
Die "Aachener Burgenrunde" (Etappe 6) führt direkt durch Kerkrade

Anfahrt mit dem Auto:


Literatur:

Links:

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