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Burg Seffent, Photo: Guido Eisenbach
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Burg Seffent

Geschichte:
Eine wirklich alte befestigte Wohnstätte im Umland von Aachen ist die sogenannte Seffenter Burg mit ihrem wuchtigen, fast abweisenden Mauerwerk. Der vielteilige Komplex liegt auf rechteckigem Grund längs der Verbindungsstraße zwischen Laurensberg und Vaalserquartier. In einigen der Häuser der Nachbarschaft wird noch Landwirtschaft betrieben, auf Wiesen, Weiden und Äckern, die ehemals zur "Burg" gehört haben. Architekturstudenten halten die pittoreske Atmosphäre mit Bleistift und Skizzenblock fest. Spaziergänger finden mehrere Gaststätten, seit der Mitte der 80er Jahre auch in der Seffenter Burg.

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Bis zu dieser neuen Nutzung war es jedoch ein weiter Weg. Der mittelalterliche Fronhof wurde 896 von König Zwentibold dem Kloster von Nivelle geschenkt, gehörte seit Heinrich III. zum Aachener Marienstift. Im 16. Jahrhundert wurden die meisten Bauten erneuert und ausgebaut, es gab Wohn- und Wirtschaftsgebäude, die zum Schutz vor Überfällen von Wassergräben umgeben waren. Der Zugang erfolgte von der heutigen Landstraße aus, und nach Aussage einer alten Zeichnung gab es einst zwei Brücken. Seit dieser Zeit lassen sich 16 Besitzer nachweisen.

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Nachdem die Landwirtschaftliche Nutzung aufgegeben worden war, sollten hier in den frühen 60ern Studenten eine Bleibe finden, das Projekt zerschlug sich, weil die Landesmittel ausblieben. Nahezu zwanzig Jahre dauerte es dann bis doch die ersten Mieter einzogen, für die man die ehemaligen, heute weiß geschlämmten Nebengebäude linker Hand umbaute. Die Arbeiten an den übrigen Bauten waren noch viel aufwendiger, unter Benutzung der alten Materialien wurden die Fassaden neu aufgemauert. An das bereits erwähnte Torhaus schließt sich der langgestreckte ehemalige Palas mit zwei Reihe halber Kreuzstockfenster an. Aus strategischen Gründen ist an seiner östlichen Ecke ein Rundturm mit verschiefertem Kegeldach angebaut. Im unteren Geschoss liegen nebeneinander zwei tonnengewölbte Räume, die seither als Restaurant genutzt werden.

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An der von der Straße abgewandten Seite ist der Binnenhof von einer Bruchsteinmauer eingefasst, einige wenige Schießscharten und ein kleines Flankentürmchen lassen den Schluss zu, dass man hier einst mit Überfällen der Feinde rechnete.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Aachener Burgenrunde - Radeln zwischen Wurm und Inde) Stand: Mai 2000

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Ortslage:
Stadt Aachen

Anfahrt mit dem Rad:
Ein Abstecher der "Aachener Burgenrunde" (Etappe 6) führt in Richterich von der Roermonder Straße rechts über die Schurzelter Straße, die für gut 2 km mehr oder weniger geradeaus verläuft, direkt zur Seffenter Burg.

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

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