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Burg Setterich

Geschichte:
Älter als die Nachrichten zur Burganlage sind Aufzeichnungen über die St. Andreas Kirche. Die Besitzungen des Ortes gehörten im Mittelalter der Herren von Frenz, die außerdem die Herrschaft von Stolberg besessen haben und ihren Stammsitz auf Burg Frentz an der Inde hatten. Da es keinen männlichen Nachfolger mehr gab, fielen die Ländereien an Hadwich von Setterich. Sie hatte ihren Gatten früh verloren und heiratete in zweiter Ehe Arnold von Randerath. Doch auch diese beiden hatten keine Kinder und das Erbe fiel zurück an das Geschlecht der von Frenz, die seither den Namen von Setterich annahmen. Später wurde das Gut der Familie von Reuschenberg, die zu den reichsten Adelsfamilien im Jülicher Land gehörten, übertragen. Dorf und Burg bildeten eine sogenannte Unterherrschaft.

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Die ehemals umfangreiche Anlage war einst mit schützenden Wassergräben eingefasst, sie bestand aus dem Haupthaus und einer großen Vorburg. Mehrfach wechselten Haus und Hof seine Besitzer. Von 1733 bis 1828 waren es die Barone zu Coudenhoven zu Fraiture. Sie mussten an den aus Lüttich stammenden Baron Stockhem verkaufen. Der ließ das Gut umfassend modernisieren, damals wurden die Stallungen und wenig später auch das Wohnhaus abgebrochen und neu aufgeführt.

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Der Grundriss der Anlage, erinnert an die Nothberger Burg und ist im Pflaster vor dem Eingangsportal eingearbeitet. Bis auf einige Mauerreste in den Gartenanlagen ist von der einstigen Burg nichts mehr übrig geblieben. Auf ihren Fundamenten allerdings wurde Ende der 80er Jahre ein modernes Altenheim erbaut. An den Vorgängerbau erinnert heute der einstige Torturm aus dem 16. Jahrhundert. Das Steinmaterial wurde vollkommen neu aufgemauert. An seiner Außenseite befindet sich rundbogige Durchfahrt, die von einem mächtigen hausteinernen Wulst mit skulpiertem Keilstein eingefasst wird. Der Wulst ruht auf zwei schlichten Kämpferplatten, die den oberen Abschluss zweier Mauervorlagen bilden. Der Bogen sitzt vor einer Wandfläche aus grobem Quadermauerwerk, das nach oben von einem mehrteiligen Gesims abgeschlossen wird. Darüber thront ein recht flacher Dreiecksgiebel, der in der Mitte und an den äußeren Endungen mit Steinkugeln besetzt ist. Rechter Hand ist im Mauerwerk eine Nische für eine Madonnenfigur eingelassen.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Aachener Burgenrunde - Radeln zwischen Wurm und Inde) Stand: Mai 2000

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Ortslage:
Setterich, Stadt Baesweiler, Kreis Aachen

Anfahrt mit dem Rad:
Ein Abstecher von "Aachener Burgenrunde" (Etappe 4) in Baesweiler führt auf einem separaten Radweg nach Setterich. Weiter geradeaus auf der Hauptstraße zweigt links die Wolfsgasse ab, von der nach Überqueren der Bahnstraße rechts die Burgstraße direkt zum Burggelände führt.

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

Auf dem ehemaligen Burggelände befindet sich ein Altersheim. Das Gemälde der ehemaliegn Burg Setterich läßt sich im benachbarten Hotel, Restaurant und Biergarten "Schönecker" in der Hauptstr. 47 besichtigen.

Bitte respektieren Sie die Privatsphäre der Bewohner und der angebrachten Hinweisschilder.

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