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Burg Soerser Haus
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Geschichte:
In der näheren Umgebung von Aachen, ehemals weit vor den Toren der Stadtmauer, hat sich ein uraltes, trutziges Gemäuer erhalten. Sein Kern war ein mächtiger Wohnturm, der seinen Bewohnern in Notzeiten Schutz vor Überfällen bot. Das Wasser des vorbeifließenden Wildbachs wurde in Gräben umgeleitet, die jedoch schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts bis auf einen Weiher zugeschüttet worden sind.

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Das Gut, zu dem noch eine zweiflügelige Hofanlage, der "Buitershof" gehört, war mehrfach dem totalen Untergang ausgesetzt, zuletzt Anfang der sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts, als die ersten Planungen für die 1968/69 realisierte Hollandlinie der Autobahn ausgearbeitet wurden. Damals wollte man das Soerser Haus abbrechen, aber wegen der Proteste aus der Bevölkerung kam es zur Verlegung der Trasse. Das Gut wurde gerettet, nur ist es wegen des starken Verkehrsaufkommens mit der idyllischen, ruhigen Lage vorbei.

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Die ersten Besitzer aus den Familien Püls und von Soersen oder Suersen, nach denen die Umgebung ihren Namen bekommen hat, waren bedeutende Amtsinhaber an der Pfalz Kaiser Karls des Großen. Ihr Wappen, so steht es in dicken Folianten, zeigen drei über Kreuz gelegte Schaufeln. Als die Familie ohne männlichen Nachkommen ausstarb, wurde das Gut 1461 an den Aachener Bürger Johann Buiter und 1638 an den Schöffen Freiherr Kaspar von Schwarzenberg verkauft, nicht wegen der fehlenden Nachkommen, sondern wegen der hohen Schulden. Die folgenden Besitzer waren die Broichs aus Laurensberg, die Erben eines Walter von Fisenne und schließlich seit 1896 der Rittergutsbesitzer Adolf Bischoff.

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Der wesentliche Teil des Soerser Hauses ist das Herrenhaus, es besteht aus dem bereits erwähnten, nahezu quadratischen Turm aus dem 15. Jahrhundert und zwei Flügeln aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Sie bilden einen kleinen Binnenhof, der früher nur über eine Bogenbrücke erreicht werden konnte. Vor allem der Turm erinnert an vergangene Tage, dabei sind die wehrhaften Zinnen nur eine romantische Zutat aus dem 19. Jahrhundert.

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Der Rittergutsbesitzer Bischoff ließ das Haus um 1900 instand setzen. Seither halten eigenartige Strebepfeiler mit eingespannten Segmentbögen in Höhe der Erdgeschossdecke das marode Mauerwerk wie ein Korsett zusammen.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Aachener Burgenrunde - Radeln zwischen Wurm und Inde) Stand: Mai 2000

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Ortslage:
Stadt Aachen

Anfahrt mit dem Rad:
Die "Wasserburgen-Route" (Tour 4) wie auch die "Aachener Burgenrunde" (Etappe 6) kreuzen auf dem Weg zwischen dem Wurmtal und Richterich die L 244, die den Berg hinunter zum Burggelände führt, das links neben der Autobahn A 4 liegt.

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

Bitte respektieren Sie die Privatsphäre der Bewohner und der angebrachten Hinweisschilder.

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