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Burg Stolberg

Geschichte:
Hoch über der Altstadt von Stolberg liegt eine der wenigen Höhenburgen der Umgebung; vermutlich gab es auf der Anhöhe über der Vicht schon zur Römerzeit einen Beobachtungsposten gestanden hat. Von hier war die Straße, die von Düren und Jülich weiter führte ins Hohe Venn, gut zu kontrollieren.

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Um 1100 werden die Herren von Stalburg oder Stoilberg genannt, die ein befestigtes Haus am Berghang besaßen. Ohne Erben musste der Besitz verschiedentlich anderen Geschlechtern überschrieben werden, um 1330 gegen eine entsprechende Leibrente an die Witwe des Johannes von Reifferscheid, dessen Stammsitz in der Eifel lag. Damit verknüpft war die Auflage, "das Haus wie sein eigen Gut zu bewahren und zu beschirmen und an der Burg 400 Gulden zu verzimmern und zu verbauen."

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Mitte des 15. Jahrhunderts kaufte der Herzog von Jülich den Besitz und vergab ihn als Erbmannslehen (d.h., dass nur männliche Familienmitglieder zum Eigentümer berechtigt waren) an den Ritter Wilhelm von Nesselrode. Der ließ die Anlage von Grund auf erneuern. Hundert Jahre später, so zeigt ein alter Stiche, waren alle typischen Komponenten einer Höhenburg, der mächtigen runden Bergfried, daran angebaut der Palas mit einem großen Saal und eine kleinere, heizbare Kemenate, vorhanden. Weniger kriegerische Auseinandersetzungen als Brand und das starke Erdbeben von 1756 führten zum Verfall, der seit 1745 dem Karl Friedrich Melchior von Kesselstatt gehörenden Burg. Seine Nachkommen verkauften die "Bergschloß-Ruine genannt Stolberger Burg" in der Mitte des 19. Jahrhunderts.

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Die neuen Besitzer aber hatten sich an dem Objekt übernommen und gerieten in Zahlungsschwierigkeiten. Bei einer öffentlichen Versteigerung kam das Gemäuer an den Fabrikanten Moritz Kraus, der sofort den Kölner Architekten A. Müller-Grah mit dem Umbau zu einem repräsentativen, seinem Stand entsprechenden Wohnhaus beauftragte. Ganz so, wie man sich damals eine mittelalterliche Wehranlage vorgestellt hat, so wurde diese ohne Rücksicht auf die noch erhaltenen Reste ergänzt. Überall gab es seither Türmchen und Zinnen, angebaute Erker mit Pechnasen und Schießscharten, historisierende Kreuzstockfenster mit Butzenscheiben. Einiges davon wurde im Krieg zerstört, manches danach nicht wieder ersetzt. Trotzdem empfindet man die Stolberger Burg als eine in sich geschlossene, mächtige Anlage, die im reizvollen Kontrast zu den kleineren Bauten der verwinkelten Gassen hoch über der Stadt thront. Sehenswert auch das Heimat- und Handwerksmuseum, das in der Vorburg untergebracht ist.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Aachener Burgenrunde - Radeln zwischen Wurm und Inde) Stand: Mai 2000

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Ortslage:
Stadt Stolberg, Kreis Aachen

Anfahrt mit dem Rad:
Die "Wasserburgen-Route" (Tour 5) wie auch die "Aachener Burgenrunde" (Etappe 1) führen auf dem Weg zwischen Stolberg und Hastenrath direkt unterhalb des Burgbergs vorbei.

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

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