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Kasteel Strijthagen

Geschichte:
Wie ein verwunschenes Schloß liegt das Kasteel im stillen Tal des Strijthager Baches. Lärm und Abgase der schon seit langem geschlossenen Steinkohlegruben sind passé, obwohl diese Gruben mehrfach mit der Geschichte des Hauses verbunden sind. 1899 erwarb nämlich der Besitzer der späteren Oranje-Nassau-Gruben, Carl Honigmann, das Anwesen. Damals wurde das malerische Kutscherhäuschen mit seinem kleinen Ecktürmchen errichtet, in einem Stil, der heute als malerisch gilt, sich jedoch deutlich absetzt von dem herrschaftlichen, barocken Gepräge der Terrasse vor dem Wohnhaus. Da die Familie Honigman kein Wappen hatte, so setzte der Stuckateur 2 gekreuzte Bergwerkshämmer an die entsprechende Stelle.

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Wegen der Bergschäden hätte das an einem großen Weiher gelegene Wohnhaus, dass sich deutlich von der dreiseitigen Hofanlage mit dem imposanten Torturm absetzt, beinahe abgebrochen werden müssen. Nachdem der letzte Mieter, der Maler Aad de Haas verstorben war, bemühte sich die Gemeinde Landgraaf um die Restaurierung, die nach langen Verhandlungen durch Zuschüsse der öffentlichen Hand in Millionenhöhe realisiert werden konnte. Doch bis heute fehlt eine adäquate Nutzung, 2001 soll der Internationaler Garten Strijthagen eröffnet werden.

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Als Begründer des Geschlechts wird 1250 Hendric van Strijhagin angesehen, seine Familie bestand bis 1537. Damals heiratete die Tochter den Grafen van Schaesberg. Von 1670 bis ins 19. Jahrhundert waren die deutschstämmigen Familien von Clotz und von Collenbach die Besitzer. Danach diente die Burg mehreren Bürgermeistern von Schaesberg als Amts- und Wohnsitz.

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Das zweigeschossige Haupthaus ist auf den Grundmauern der einstigen Wasserburg erbaut. Typisch für die Gegend sind die Fassaden, bei denen sich Backstein und Mergel schichtenweise abwechseln (sogenannte Specklagen). Die rechteckigen Fenster haben schlichte Rahmen aus behauenem Blaustein. Die drei mittleren Fenster sind zusammengezogen. Ein mächtiges Mansarddach bildet den oberen Abschluss, auch bei dem im rechten Winkel angebauten, etwas niedrigeren Flügel. Seine Mitte wird betont durch einen kleinen Segmentbogen-Giebel, typisch für die Epoche des Barocks, als die Reichen ihren Wohnhäusern ein repräsentatives Aussehen gaben.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Aachener Burgenrunde - Radeln zwischen Wurm und Inde) Stand: Mai 2000

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Ortslage:
Gemeente Landgraaf (NL)

Anfahrt mit dem Rad:
Die "Aachener Burgenrunde" (Etappe 6) führt direkt durch Landgraaf.

Anfahrt mit dem Auto:


Literatur:

Links:

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