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Burg Weisweiler

Geschichte:
Nur noch ein kleiner Mauerrest, in der Nähe der Pfarrkirche gelegen, ist von der ursprünglich stolzen Burg übrig geblieben. Erstmals im Jahre 1176 wird ein Winricus von Wizwilre erwähnt, Ahnherr eines adligen Hauses, dass die Ahnenforscher als eine Nebenlinie der Grafen von Jülich einstufen.

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Im 15. Jahrhundert fällt ein Teil der Herrschaft an Werner zu Palant und Breitenbend, der seinerzeit Eigentümer von "Haus Lützeler" in Inden-Lamersdorf gewesen war. Kurz danach, bei der sogenannten "Palantschen Teilung" im Jahre 1456 kann diese weit verzweigte Familie, die auf dem benachbarten "Haus Palant" lebte, den Besitz entgültig für sich vereinnahmen. Das Schloss von Haus Palant, seinerzeit als schönstes im Jülicher Land erwähnt, blieb die bevorzugte Wohnstätte der Familie. Für den baulichen Unterhalt der Burg von Weisweiler wurde nur das nötigste ausgegeben.

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Kurfürst Karl Theodor von der Pfalz, der die heutige Burg von Kinzweiler erbauen ließ, kaufte 1769 Palant und Weisweiler für seinen Sohn, den Fürsten von Bretzenheim. Anfang des 19. Jahrhunderts veräußerten die Fürsten ihren Besitz an die Grafen von Hompesch-Bollheim, die ihn allerdings nur wenigen Jahre genutzt haben und nach Mähren ausgewandert sind. Damals erwarb die Aachener Industriellenfamilie Cockerill das Gut.

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Die befestigte Anlage hatte ursprünglich einen nahezu quadratischen Grundriss. Die Umfassungsmauer aus Bruchsteinen wurde im 15. und 16. Jahrhundert errichtet. An der Ostseite lag als einziger Zugang ein rundbogiges Portal, das wahrscheinlich nur über eine Zugbrücke betreten werden konnte. Aus Gründen der Sparsamkeit hatte man die Stallungen und Wirtschaftsgebäude um einen Hof herum gruppiert, ihre Außenwände konnten, da aus massiven Bruchsteinen hoch gezogen, gleichzeitig als Schutzmauer verwandt werden. Einige kleine Schießscharte bildeten die einzigen Öffnungen, erst viel später, zu sicheren Zeiten, hat man hier verschiedentlich Fenster ausgebrochen, Noch zu erkennen ist ein vor die Mauerflucht tretender Turm, der zur Verteidigung des Tores gedient hatte.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Aachener Burgenrunde - Radeln zwischen Wurm und Inde) Stand: Mai 2000

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Ortslage:
Weisweiler, Stadt Eschweiler, Kreis Aachen

Anfahrt mit dem Rad:
Die "Wasserburgen-Route" (Tour 5) wie auch die "Aachener Burgenrunde" (Etappe 5) führen auf dem Weg zwischen Herzogenrath und Aachen direkt am Burggelände vorbei.

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

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