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Burg Wilhelmstein

Geschichte:
Die ersten Teile der heutigen Ruine ließ um 1270 der "starke Helmes", Graf Wilhelm von Jülich erbauen. Wahrscheinlich gab es aber schon einen Vorgängerbau, mit dem der Erzbischof von Köln die Westgrenze seines Territoriums sichern ließ, es soll die legendäre Festung Valancia gewesen sein.

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Auf einem Hügel gelegen, war sie auf drei Seiten vor feindlichen Übergriffen aus dem Aachener Reich, aus Valkenburg und Limburg geschützt. Die Burg diente den Jülichern niemals als Wohnstätte, sie hatte nur wehrtechnische Aufgaben zu erfüllen, und sollte als Basis für die Eroberung des Aachener Reiches sein. Der Überfall scheiterte 1278, weil sie die Wehrhaftigkeit der Aachener unterschätzten. Der Graf und seine Söhne wurden in unmittelbarer Nähe des Weißfrauenklosters in der Jakobstraße getötet.

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Danach verlor sie an Bedeutung, wurde 1396 Verwaltungssitz für das gleichnamige Amt, heute in etwa zu vergleichen mit dem Landkreis von Aachen. Der jeweilige Amtmann war Vertreter einer Adelsfamilie der Umgebung, er überwachte die Einnahme der Steuern, er sorgte dafür, dass die umherziehenden Kaufleute Geleitrecht erhielten, außerdem hatte er den Kohleabbau in der Nachbarschaft zu beaufsichtigen.

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Burg Wilhelmstein wurde mehrfach zerstört, zuerst im 30jährigen Krieg, dann durch die französischen Truppen 1690 und schließlich im spanischen Erbfolgekrieg. Die Mauern dienten als preiswertes Baumaterial. Im 19. Jahrhundert wurden die Reste versteigert, zeitweise war die Familie Prömper, die ganz in der Nähe die Kohlengrube "Ath" betrieb, ihr Besitzer.

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Ursprünglich sicherten zwei Seitliche Türme das heute noch erhaltene Zugangstor Im den einen war in zwei Etagen das Verlies untergebracht. Der Torbau gehörte zu der Vorburg. Vor der Hauptburg lag ein tiefer Graben, der heute als Zuschauerraum für die Freilichtbühne vor der Kulisse des ehemalig fünfgeschossigen Bergfrieds genutzt wird. Abgesehen von dem Brunnen vor dem modernen Restaurant ist er der einzige Überrest der Hauptburg. Der Sage nach wartet hier ein Jungfrau, die hier neben einer goldenen Wiege auf ihre Errettung. Wahrscheinlicher ist aber, dass der bis zur Sohle der Wurm reichende Brunnen in Notzeiten als Fluchtweg genutzt werden konnte.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Aachener Burgenrunde - Radeln zwischen Wurm und Inde) Stand: Mai 2000

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Ortslage:
Würselen, Kreis Aachen

Anfahrt mit dem Rad:
Die "Wasserburgen-Route" (Tour 5) wie auch die "Aachener Burgenrunde" (Etappe 5) führen auf dem Weg zwischen Herzogenrath und Aachen unterhalb der Burg vorbei. Vom Parkplatz aus führt ein Fußweg den Berg hinauf.

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:
www.burg-wilhelmstein.de/
www.aachener-zeitung.de/eigen/az/special/wilhelmstein/

Auf der Burg befindet sich ein Restaurant mit Biergarten, ein Mini-Golf-Gelände und die Freilichtbühne der Stadt Würselen.

Bitte respektieren Sie die Privatsphäre der Bewohner und der angebrachten Hinweisschilder.

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