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Schloß Ahrenthal

Geschichte:
Die Herren von Sinzig waren Reichsministeriale, die zwar nicht den Status von Edelherren oder gar Grafen erreichten, aber doch das Vertrauen der Könige für deren Besitz in Sinzig genossen und z.B. mit der Aufsicht über die Reichsburg Landskron betraut waren. Ihre hohe Stellung verloren sie, nachdem Sinzig vom Reich an die lokalen Fürsten abgetreten worden war. Doch 1331, als sie die Burg Bovendorf erbaut und dem Erzbischof von Köln zu Lehen aufgetragen hatten, genossen sie noch höchstes Ansehen in der Region: Kaiser Ludwig selber genehmigte Heinrich von Sinzig den Bau einer Zugbrücke, einer Vorburg und einer Umwehrung um seine Feste Bovenberg, die zum Reichslehen erhoben und 1352 in Ahrenthal umbenannt wurde.
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Heinrichs Enkel nannten sich von Ahrenthal und trugen das Schloß von Reich und Erzbischof gleichzeitig zu Lehen. Nach einer Beschreibung von 1433 war das Haupthaus ein fünfgeschossiger turmartiger Bau in der Art eines Donjons, womit er typologisch zur Architektur des Hochadels gehörte. 1512 starben die von Sinzig aus. Die erbberechtigte Familie von Wiltberg erlosch 1621, und der Herzog von Jülich als Inhaber des Reichslehens Sinzig zog Ahrenthal als erledigtes Lehen ein, bevor er es 1631 an den Erben der Wiltbergs, Ferdinand von Efferen, weitergab. Nach Ferdinands Tod 1639 fiel Ahrenthal an die Freiherren, seit 1712 Grafen von Hillesheim, die es seit 1702 als ungeteiltes Reichslehen innehatten und 1785 ausstarben. Über Anna Elisabeth Gräfin von Hillesheim erbten es die Grafen von Spee, denen es noch heute gehört.
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Ahrenthal zeigt sich als klassische zweiteilige Wasserburg mit dreiflügeliger Vorburg, die ab 1722 durch den kurpfälzischen Hofbaumeister Johann Adam Breunig neu erbaut wurde, mit ihren Ecktürmen und der axialen Mittelzufahrt ganz dem barocken Schema entspricht und dem neuen reichsgräflichen Status der Familie Hillesheim Rechnung tragen sollte. Die Mittelachse führte auf das Herrenhaus der Spätrenaissance zu, das mit seiner klobigen vierseitigen Gestalt und den vier runden Ecktürmen noch an ein mittelalterliches Kastell erinnerte, aber schon eine recht moderne Innenstruktur aufwies. An diesem Bau sollte sich auch das neue Schloß orientieren, doch zur Ausführung kam es nicht mehr.
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Eine geometrische Gartenanlage umgab das Ganze, von der nur noch drei der vier Eckpavillons erhalten sind. Erst 1880 wurde das völlig verfallene Schloß durch einen Neubau der Architekten Tüshaus und Abbema im altdeutschen Stil ersetzt, der sich als breitgelagerter Baublock mit flankierenden Ecktürmen vorne, einem kleinen Eckturm und einer Kapelle hinten darstellt und das Repräsentationsbedürfnis des Adels in wilhelminischer Zeit dokumentiert. Das Schloß und Nebengebäude beherbergen heute Wohnungen, einen Reitstall und eine Computerfirma.

Von Dr. Harald Herzog, Rheinisches Amt für Denkmalpflege
(Auszug aus: Der Ahr-Radweg - Radeln zwischen Rhein und Eifel)

Ortslage:
Sinzig, Kreis Ahrweiler, auf halbem Weg zwischen Sinzig und Franken

Anfahrt mit dem Rad:
Da es von Sinzig aus keinen separaten Radweg in Richtung Königsfeld / Waldorf gibt, muß auf der L 82 gefahren werden. Das Schloß liegt direkt neben der Straße, ca. 4 km von Sinzig (Innenstadt) entfernt. Wer dagegen mit der Brohltal-Eisenbahn nach Niederzissen gekommen ist fährt auf dem Weg über Waldorf und Franken nach Sinzig auf der L 82 am Schloß vorbei

Anfahrt mit dem Auto:
Auf der L 82 von Sinzig in Richtung Königsfeld / Waldorf. Das Schloß liegt direkt neben der Straße, ca. 4 km von Sinzig (Innenstadt) entfernt.

Literatur:

Links:
Schloß Ahrenthal
Hillesheim Genealogie

Die bewohnte Anlage ist bis zum Innehof zugänglich und von dort gut zu übersehen.
Die Räumlichkeiten werden für Familienfeiern vermietet. E-mail: info@schloss-ahrenthal.de

Bitte respektieren Sie die Privatsphäre der Be- und Anwohner und nehmen Rücksicht auf die angebrachten Hinweisschilder.

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