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Burg Aremberg

Geschichte:
Weit in die Landschaft wirkt die bewaldete Kuppe des 623 m hohen Aremberges, der einst die ebenso fernwirksame Burg und Festung der Herzöge von Arenberg trug. Die herzogliche Familie gibt es noch; ihr Schloss wurde Anfang des 19. Jh. unter französischer Besatzung abgerissen. Gewaltige Geländestufungen und Mauerreste sowie ein Turm von 1854 künden noch von der Residenz der mächtigsten Fürstenfamilie der Eifel. Die edelfreien Burggrafen von Köln nannten sich spätestens seit 1166 nach ihrer Burg auf dem Aremberg, die wie das zugehörige Gebiet mit seinen reichen Eisenerzvorkommen ihr freies Eigentum war, also keinem Lehensherrn untertan.

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Die Entwicklung der Burg spiegelt die Bedeutung des Hauses Arenberg, das wegen seiner Verdienste um Kaiser und Reich 1549 zu Reichsgrafen und 1576 zu Reichsfürsten, 1644 sogar in den Herzogsstand erhoben wurde. Gelegen im Grenzbereich zwischen Kurköln, Jülich und Kurtrier, war die Burg auf dem Arenberg oft Schauplatz von Belagerungen, Eroberungen und Zerstörung. Von der Burg des 12. Jh. mit Bergfried, Palas, Ringmauer und tiefem Halsgraben ist nur noch der mit Basalt ausgefütterte Graben erhalten, von den Erweiterungen der folgenden Jahrhunderte nichts mehr zu sehen.

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Zum ersten Mal wurde die Burg mit ihrem befestigten, gefreiten "Thal", der Siedlung Aremberg, 1543 durch den Herzog von Jülich erobert, aber kaum beschädigt. Auch die Einnahme durch oranische Truppen 1568 ging glimpflich ab, denn die Burg war gering verteidigt - der Lebensmittelpunkt der Arenberger war seit langem in den Niederlanden. Danach fanden umfangreiche Baumaßnahmen statt, so 1576 eine neue Kapelle mit Grablege. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg mal gehalten (1642), mal erobert (1647) und schließlich bis 1660 zu einer modernen Festung nach französischer Manier ausgebaut, deren Gräben, Wälle und Bastionen bis heute noch nachvollziehbar erhalten sind. In den Réunionskriegen Ludwigs XIV. blieb diese wichtige Festung aufgrund ihrer Stärke und großen Mannschaft zuerst lange unbehelligt, aber nachdem der Herzog von Arenberg seine Truppen entlassen hatte, konnten die Franzosen die Anlage im nächsten Krieg 1682 ohne Widerstand einnehmen. Bei ihrem Abzug 1689 schleiften sie die Festungsbereiche und einige Türme.

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Anfang des 18. Jh. entstand anstelle der mittelalterlichen Burg ein barockes Schloss mit einer breiten Auffahrt und großen Gartenanlagen auf den Terrassen der untergegangenen Festung. Die erkennbaren Fundamente stammen von drei Gebäuden um einen offenen Hof, deren nördliches das herzogliche Wohnhaus war. Die anderen enthielten die Kapelle, Wirtschafts- und Verwaltungsräume.
Von Dr. Harald Herzog, Rheinisches Amt für Denkmalpflege
(Auszug aus: Der Ahr-Radweg - Radeln zwischen Rhein und Eifel)

Ortslage:
Aremberg, Kreis Ahrweiler

Anfahrt mit dem Rad:
Auf der Fahrt durchs Ahrtal zweigt zwischen Schuld und Müsch in Antweiler eine Straße ab, die hinauf nach Aremberg führt. Am Ende des Ortes führt ein breiter aber unbefestigter Weg hinauf zum Burgberg.

Anfahrt mit dem Auto:
Auf der Fahrt durchs Ahrtal zweigt zwischen Schuld und Müsch in Antweiler eine Straße ab, die hinauf nach Aremberg führt. Am Ende des Ortes ist der Weg für Autos gesperrt, deshalb muß das letzte Stück zu Fuß hinauf zum Burgberg zurück gelegt werden.

Literatur:

Links:

Der Aremberg steht unter Naturschutz, das Burgareal aber ist frei zugänglich.

Bitte bleiben Sie auf den Wegen und beachten die Naturschutzbestimmungen.

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