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Burg Bodendorf

Geschichte:
Um 1200 werden erstmals Herren von Bodendorf erwähnt, was die Existenz einer gleichnamigen Burg voraussetzt. Anfangs gab es zwei Burgen in Bodendorf, doch weist vieles darauf hin, dass die noch bestehende ehemalige Wasserburg unmittelbar neben dem Bahnhof die erstgenannte ist. Das Ortsadelsgeschlecht war schon 1227 von ritterlichem Stande und seit dem 14. Jh. Lehensträger von Köln. 1394 verkaufte der letzte Herr von und zu Bodendorf seine Burg an Hermann von Randerath und dessen Sohn 1433 an Heinrich Spies von Büllesheim.

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Die Spies bewohnten die Burg nicht und ließen sie verfallen; schließlich verpfändeten sie 1608 an Gerwin Calenius, der sie erneuerte. Danach forderten die Spies die Burg vergeblich zurück, der Streit eskalierte mit den Erben Calenius, Fabri und Oeckoven, bis das Reichskammergericht 1675 den Besitz den Fabri zusprach, tatsächlich aber die bereits in Bodendorf sitzenden Oeckoven nicht mehr vertrieben werden konnten. 1751 erlaubte der Kurfürst von Köln als Lehensherr den Abbruch des verfallenen Turmhauses und den Umbau der Restanlage in der noch bestehenden Form einschließlich der umgebenden Mauer. Vermutlich wurde mit Abbruch des Turmes die Zweiteiligkeit der Burg aufgegeben, und die ehemalige Vorburg nahm ab jetzt auch das Wohnhaus auf.

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1753 kaufte der verwandte Hermann Gottfried Derkum Burg und Land, über dessen Tochter alles an die Familie von Pröpper kam, bis im 19. Jh. wieder der Freiherr Spies von Büllesheim auf Haus Hall Eigentümer wurde. Von den Spies erwarb es die Familie Leisen. Heute liegt der in vier Flügeln um einen Innenhof gruppierte Bau aus steinsichtig verputztem Bruchstein in einer tiefen mauerumgebenen Senke am Dorfrand; die Wassergräben sind zugeschüttet. Trotz moderner Nutzungserweiterung ist das ehemalige Herrenhaus noch im Westflügel zu identifizieren, vor allem am aufwendigeren alten Hauptportal und an der vortretenden dreiseitigen Apsis der Hauskapelle. Der Südflügel, in dem Mathias Leisen 1929 ein Heilbad eingerichtet hatte, dient jetzt auch als Wohnung, während den anderen ihre Vergangenheit als Wirtschaftsbauten noch anzusehen ist. Der Zugang übereck ist relativ jung; der alte Zugang mit Zugbrücke befand sich an der Ostseite, wie auch Spuren im Mauerwerk erkennen lassen.

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Die zweite Burg in Bodendorf war im Jahre 1300 als Lehen des Johann von Saffenberg an den Ritter Wilhelm von Honnef gegeben worden. Nach seinem Tode wechselte sie in den Besitz von Arnold von Hammerstein, der sie Konrad von Schleiden als Offenhaus antrug. Später wurde sie aufgeteilt unter den Herren der Landskron und tauchte nur noch als Gutshof auf, der im dreißigjährigen Krieg rückstandslos zerstört wurde.

Ortslage:
Sinzig-Bodendorf, Kreis Ahrweiler

Anfahrt mit dem Rad:

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

Die Burg ist in Privatbesitz und nur von außen einsehbar.

Bitte respektieren Sie die Privatsphäre der Be- und Anwohner und nehmen Rücksicht auf die angebrachten Hinweisschilder.

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