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Schloß Burgbrohl

Geschichte:
Angesichts von Größe und Lage des heutigen Schlosses von Burgbrohl überrascht es, dass es auf einen hochmittelalterlichen Edelherrensitz zurückgeht, doch wenn man die Lage der Pfarrkirche auf dem Burgberg sieht und wenn man weiß, dass noch im 14. Jh. der zu Füßen der Burg liegende Ort die Freiheiten eines "Thales" genoss, also eines befestigten Ackerbürgerdorfes unter dem Gericht der Burg und mit dieser wehrtechnisch verbunden, betrachtet man Burg und Ort mit anderen Augen.

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Tatsächlich sind die Edelherren von Brule schon in der Laacher Stiftungsurkunde von 1112 gegenwärtig, und erst 1338, als die Kleinheit ihrer Burg und Herrschaft weitere Unabhängigkeit nicht opportun erscheinen lässt, unterstellen sie sich mit Haus, Turm, Pforte, Vorburg, Gericht und Tal der Lehenshoheit und damit dem Schutz eines Mächtigeren, des Markgrafen von Jülich. Als die Edelherren von Brohl um 1560 ausgestorben waren, brachte die Erbtochter Elsa Brohl an Wilhelm von Vlatten auf Dreiborn; nach dessen kinderlosem Tode wurde Brohl Ganerbenburg der Braunsberg, Boos von Waldeck, Winneburg, Eltz und Leyen. Bis 1563 hatten die von Braunsberg den Besitz ganz auf sich vereint und vererbten ihn 1625 an die von Bourscheidt auf Bürresheim. 1836 erlosch die Brohler Linie der Freiherren von Bourscheidt, Brohl wurde von dem Münstermaifelder Immobilienspekulanten Franz Georg Weckbecker erworben, der zahllose rheinische Adelsbesitze zerstückelt hat.

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Die Burg Brohl wechselte im 19. Jh. häufig den Besitzer, wurde aufgeteilt in Fürsorgeheim und Wohnungen. Heute gehört sie dem Maler Georg Helnwein. Der ursprüngliche steile Zugang aus dem Tal über die Vorburg von Norden wurde 1731 mit der barocken Umgestaltung aufgegeben und durch eine neue Zufahrt von Westen ersetzt, die auf den eindrucksvollen Torbau mit seinem übergiebelten Portal und Dachreiter zuführt. An dieser Stelle wurde der mittelalterliche Halsgraben zugeschüttet, der den Felssporn der Burg zwischen Brohlbach und Gleeser Bach vom anschließenden Buchholzer Bergrücken trennte.

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Nördlich unterhalb des Torbaues duckt sich die winkelförmige Vorburg unter die aufragenden Burgmauern; die Aufteilung in Reihenhäuser und Garageneinbauten hat das herkömmliche Bild einer Vorburg stark verändert. Viele Mauerreste auf dem Burgberg zeigen noch, dass für den barocken Neubau des schlichten zweiflügeligen Schlosses der ganze Burgberg umgestaltet worden war. Ursprünglich von steilen, hohen Wehrmauern umgeben und von einem mächtigen turmartigen Burghaus gekrönt, wurde das Plateau eingeebnet und der Hang nach Osten aufgeschüttet zur Neuanlage eines Gartens.
Von Dr. Harald Herzog, Rheinisches Amt für Denkmalpflege
(Auszug aus: Der Ahr-Radweg - Radeln zwischen Rhein und Eifel)

Ortslage:
Burgbrohl, Kreis Ahrweiler

Anfahrt mit dem Rad:
Der Ahr-Radweg führt mit seiner Ahr-Kreis-Runde zwischen Niederzissen und Bad Breisig in Burgbrohl direkt an der Burg vorbei.

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

Die bewohnte Anlage ist nur bis zum Burgtor zugänglich und nicht weiter einzusehen.

Bitte respektieren Sie die Privatsphäre der Be- und Anwohner und nehmen Rücksicht auf die angebrachten Hinweisschilder.

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