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Burg Kreuzberg
Geschichte:
Wo der kleine Sahrbach in die Ahr mündet, erhebt sich auf steilem Felsen die sehr ritterlich anmutende Burg Kreuzberg über dem gleichnamigen Dorf. Eine gewundene enge Straße führt von der Westseite zum Vorhof mit einem barocken Wirtschaftsgebäude und einer Kapelle von 1783, die vom Burgherrn Caspar Anton Reichsgraf von Belderbusch errichtet wurde, dem Vorfahren des heutigen Besitzers.

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Drei Deutungen gibt es für den Namen Kreuzberg: Hier kreuzen sich die Täler von Ahr, Sahrbach und Vischelbach, im 8. Jh. sollen die Mönche von Prüm auf dem Berg ein Kreuz errichtet haben; die Vorgängerin der barocken Kapelle war die Heiligkreuzkapelle im Dorf. 1343 baute der Ritter Cuno von Vischenich mit Genehmigung des Erzbischofs von Köln die erste Burg, die immer Kölner Lehen blieb. Cuno starb 1346 kinderlos, und die Burg erbte der zweite Gatte seiner Witwe, Konrad von Schöneck, dessen Familie zu den bedeutendsten im Ahrgebiet gehörte. Doch schon im 15. Jh. war der Besitz geteilt und wechselte schnell und häufig die Besitzer; 1415 von Bachein und von Ahr, dann von Oitgenbach, von Gymnich, 1449 von Nesselrode. 1457 von Peppenhoven, 1495 von Nagell, von Flodorf, 1599 von Königsdorf, 1598 von der Leyen. Seit 1659 gehörte die ganze Herrschaft wieder einem Besitzer, dem Freiherrn Johann Arnold Quadt von Wickrath.

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Nach dem Aussterben dieser Linie wurde der Graf von St. Maurice belehnt, der 1699 an den Freiherrn von Bernsau zu Schweinheim verkaufte. Dessen Tochter, verheiratete Gräfin von Satzenhofen, verkaufte 1768 Kreuzberg an den Lebensgefährten ihrer Tochter Caroline - die Äbtissin zu Vilich war-, den Grafen Belderbusch, den allmächtigen Hof-, Staats- und Premierminister von Kurköln. Ober beider Tochter, mit einem Freiherrn von Boeselager verheiratet, kam es an diese westfälische Familie, die Kreuzberg nach dem letzten Krieg grundlegend renovierte und seitdem bewohnt.

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Vom Tor des Wirtschaftshofes führt ein steil ansteigender Weg durch teilweise alt terrassiertes Gelände zur dreieckigen Hauptburg, deren Eingangsseite durch den kräftigen spätmittelalterlichen Rundturm geschützt ist. Auf den Seiten des künstlich geschaffenen Plateaus standen die Burggebäude, von denen noch Mauerreste der Toranlage, der Südwand mit Fensternischen und große Teile im heutigen Wohnbau erhalten sind. Wie üblich war es offensichtlich eine Randhausburg um einen engen Innenhof, von der nach Brandschatzung durch die Franzosen 1689 Torhaus und Wohnbau erneuert wurden. Bis 1760 waren die Gebäude mangels Nutzung wieder so ruinös, dass der Nordtrakt fast ganz neu aufgebaut werden musste. Der Turm erhielt erst 1781 ein neues Dach, während die übrigen Teile aufgegeben wurden.

Von Dr. Harald Herzog, Rheinisches Amt für Denkmalpflege
(Auszug aus: Der Ahr-Radweg - Radeln zwischen Rhein und Eifel)

Ortslage:
Kreuzberg, Verbandsgemeinde Altenahr, Kreis Ahrweiler

Anfahrt mit dem Rad:
Der Ahr-Radweg führt unterhalb der Burg vorbei.

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

Die Burg ist in Privatbesitz und nicht zugänglich.

Bitte respektieren Sie die Privatsphäre der Be- und Anwohner und nehmen Rücksicht auf die angebrachten Hinweisschilder.

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