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Burgruine Landskrone

Geschichte:
Nur wenige Reste zeugen noch von der einst bedeutendsten Burg an der Ahr, die zu Recht den Namen Landskron trug und sich auf einem unzugänglich steilen Basaltkegel nördlich des Tales erhob. Ihr Gründer war im Jahre 1206 der König Philipp aus dem Hause der Hohenstaufen, und königlich war die Burg nach Lage und Wirkung zweifellos. Von ihr hat man eine weite Rundumsicht über das Rheintal, Siebengebirge und Westerwald, Ahrberge und Eifel.

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Als Reichsburg wurde die Landskron von Reichsministerialen aus dem rheinischen Adel verwaltet. Die Herren von Sinzig waren die ersten Burggrafen von Landskron, neben denen noch verschiedene kleinere Ritter sogenannte Burglehen innehatten und Häuser auf der Burg unterhielten. So zersplitterte ein Großteil des Besitzes unter vielen Herren, wenn auch der Löwenanteil bei den Landskron und ihren Nachkommen verblieb, seit 1366 den Herren zu Tomburg. Eine Vielzahl von Gebäuden ist aus dieser Zeit überliefert, neben Bergfried, Toren, Türmen, Kapellen, Brunnen, Zisternen, Mühlen, einem Badehaus, Waffenhaus, Kelterei, Küche gab es diverse Wohnhäuser, verteilt auf Ober- und Unterburg. Durch Heirat und Übertragung wurde die Anzahl der Besitzer immer größer, bis um 1747 der Herzog von Jülich der Hauptanteilseigner war, neben den Grafen von Nesselrode, den Freiherren von Cloedt, von Vincke und vom Stein.

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Ihre strategische Bedeutung hatte die alte Reichsburg längst verloren, als sie 1616, 1632 und 1633 eingenommen und besetzt wurde - wohl ohne Widerstand, denn ihre Befestigungen waren schon ziemlich "einrissig". Nach schweren Bränden 1677 und 1682 ließ der Herzog alle Gebäude und Mauern abbrechen. Nur die Marienkapelle unterhalb der Niederburg steht noch, Anfang des 13. Jh. gegründet und 1794 instandgesetzt.

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Den fast völlig zerfallenen und ungepflegten Resten der Burg kann man nur mit Mühe ihre einstigen Bestimmungen ansehen. Man nähert sich ihr wie seit jeher von Norden her über eine Serpentine. Auf halber Höhe des Burgberges passiert man den Mauerstumpf des Niedertores, wie die meisten Mauern aus Basalt- und Grauwackelagen errichtet. Das nächstfolgende Mitteltor war mit einem runden Eckturm und einem Wachhaus befestigt und führte in einen langen Zwinger zum Obertor zwischen Haupt- und Niederburg. Nördlich bzw. rechts des romanischen Tores schließt sich das abgetreppte Plateau der Niederburg an, auf der Wirtschaftsgebäude, einige Wohnhäuser und im Westen der romanische Palas standen. Links erhebt sich der hohe Stumpf der Haupt- oder Oberburg, die man über eine Treppe neben dem Obertor erreichte. Wehrmauern und wenige enge Wohngebäude umgaben einen freistehenden runden Turm, den Bergfried.

Von Dr. Harald Herzog, Rheinisches Amt für Denkmalpflege
(Auszug aus: Der Ahr-Radweg - Radeln zwischen Rhein und Eifel)

Ortslage:
Heppingen, Bad Neuenahr-Ahrweiler, Kreis Ahrweiler

Anfahrt mit dem Rad:

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

Das Burgareal ist frei zugänglich, der gesamte Berg aber steht unter Naturschutz.

Bitte bleiben Sie auf den Wegen und beachten die Naturschutzbestimmungen.

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