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Burgruine Neuenahr
Geschichte:
Eine mächtige runde Bergkuppe erhebt sich südlich von Neuenahr am Rande des Ahrtales, vor der Kulisse des Neuenahrer Waldes. Mit 340 in ist der Berg noch 60 m höher als jener der Landskron, aber seine Flanken sind im Vergleich mit den anderen Höhenburgen an der Ahr eher sanft ansteigend. Doch für den schwer gewappneten Kämpfer des Mittelalters werden auch sie nur mühsam zu bezwingen gewesen sein, und so wurde der Berg Anfang des 13. Jh. zum Bau einer Burg erkoren.

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In den Kriegen zwischen den Anhängern zweier gleichzeitiger deutscher Könige, Ottos IV. und Philipps von Schwaben, spalteten sich auch die Ahrgrafen in konkurrierende Häuser. Während Graf Lothar den Stammsitz Are hielt, gründete sein Neffe aus der Nürburger Linie eine neue Burg, eben die Burg Neuenahr auf dem allseits gleichmäßig abfallenden Gipfel und nannte sich danach spätestens 1231 Graf von Neuenahr. Seine Grafschaft trug er von den Pfalzgrafen zu Lehen, die Burg seit 1280 vom Erzbischof von Köln. Mit der Erbin Katharina von Neuenahr kamen Burg, Grafenwürde und Grafschaft nach 1353 an ihren Mann Johann von Saffenburg. Das führte zu einer Reihe von Erbauseinandersetzungen mit anderen Berechtigten, schließlich zum Krieg mit dem Erzbischof, der folgerichtig 1372 die Burg belagerte und zerstörte.

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Graf Johann musste die Hälfte seiner Grafschaft dem Erzbischof abtreten und verpflichtete sich, die Burg nie wiederaufzubauen. 1424 fiel der neuenahrsche Anteil der Grafschaft durch Heirat an den Grafen Philipp von Virneburg und nach dem Aussterben der Virneburger 1545 an den Herzog von Jülich. Seitdem war Neuenahr ein Jülicher Amt und wurde von einem Amtmann verwaltet. Die zerstörte Burg war 1372 bis auf die Grundmauern abgerissen worden, und mehr als Grundmauern und Gräben sind nicht geblieben. Nach langem steilem Anstieg erreicht man das Bergplateau wie im Mittelalter von Norden und erkennt einen flachen dreieckigen Platz, dessen Einfassung noch Reste von Mauerwerk zeigt. Ursprünglich umgab eine Ringmauer diesen Platz, auf dem scheinbar planlos einige Gebäude standen mit einem großen Haus in der Mitte, auf dessen Nordecke der moderne Aussichtsturm steht.

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Die flacher abfallenden Flanken nach Osten, Süden und Westen sind durch einen tiefen umlaufenden Wallgraben gesichert, der durch Ausbruch der Steine zum Burgbau entstanden ist und noch heute abweisend beeindruckt. Die Ähnlichkeit mit dem Aremberg fällt auf, allerdings sind die letzten Gebäudereste auf dem Neuenahr schon im 17. Jh. beseitigt worden, wohl um wie auf den anderen Ahrburgen das Festsetzen von Raubgesindel zu verhindern. Der Damm durch den Graben auf der Südseite war offenbar zum Abtransport des Baumaterials angelegt worden.

Von Dr. Harald Herzog, Rheinisches Amt für Denkmalpflege
(Auszug aus: Der Ahr-Radweg - Radeln zwischen Rhein und Eifel)

Ortslage:
Bad Neuenahr-Ahrweiler, Kreis Ahrweiler

Anfahrt mit dem Rad:

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

Das Burgareal ist einschließlich Aussichtsturm frei zugänglich. Der ganze Neuenahrer Berg steht unter Naturschutz.

Bitte bleiben Sie auf den Wegen und beachten die Naturschutzbestimmungen.


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