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Nürburg

Geschichte:
Herrisch thront die Nürburg über der umgebenden Landschaft und lässt noch heute ahnen, um wie viel eindrucksvoller die vor ihrer Zerstörung weit höhere und umfangreichere Burg einst gewirkt haben muss. Ihre Lage auf einem allseitig abfallenden Bergkegel macht sie zur klassischen Gipfelburg und deutet gleichzeitig auf einen hochadeligen Bauherrn hin.

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Im Jahre 1166 hatte Graf Ulrich von Are seine neue Burg auf dem "mons Nore" fertiggestellt und nannte sich seit 1169 Graf von Nürburg. Seine Nachkommen verkauften Burg und Herrschaft 1290 dem Erzbischof von Köln, und seitdem war Nürburg ein kölnisches Amt mit der Burg als Amtmannssitz. Die Amtmänner sparten an der Bauunterhaltung, so dass 1530-35 große Reparaturen notwendig wurden, die 1587 durch niederländische Truppen wieder rückgängig gemacht wurden. Diese und weitere Schäden mussten 1608-12 behoben werden. 1633 eroberte der General Graf Baudissin die Nürburg und beschädigte sie dabei erneut. Aber erst die Armee Ludwigs XIV. zerstörte die Burg 1689 gründlich. Anfang des 19. Jh. wurden die Vorburggebäude abgerissen.

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Heute gehört die Ruine dem Land Rheinland-Pfalz und wird beispielhaft gepflegt. Man betritt sie von einem Parkplatz durch ein neues Tor in der fast niedergelegten alten Vorburgmauer, die den ganzen Burgberg umgibt und die Wirtschaftsgebäude schützte. An den Fundamenten der Burgkapelle vorbei zieht sich der Weg zum Hauptburgtor, überragt von der abweisenden Zwingermauer mit ihren Rundtürmen, die den Angreifer abschrecken soll und die ganze Hauptburg umgibt. Dahinter erst steigt noch steiler und stärker die eigentliche Burgmauer in die Höhe, was die Burg im Mittelalter uneinnehmbar machte, wenn sie denn richtig verteidigt wurde. Durch ein Doppeltor von 1878 mit dem Wappen der Grafen von Are zu Nürburg kommt man in den innersten Zwinger an der Ruine des Palas vorbei, bevor man den ursprünglich sehr engen Burghof erreicht. Den Mauerresten mit ihren Tür- und Fensterlöchern, mit Kaminansätzen, Kapitellen und Balkenlöchern sieht man die einstige Funktion kaum mehr an - man wird sich hier den üblichen Wohn - und Wirtschaftsbetrieb einer großen mittelalterlichen Burg vorzustellen haben.

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Noch am besten erhalten ist der 24 in hohe Bergfried aus dem 13. Jh., dessen oberstes Stockwerk heute fehlt. Der ebenerdige Eingang ins Untergeschoss, wohl das frühere Verlies, ist modern wie auch die Innentreppe. Der Raum im ersten Obergeschoss hat ein Rippengewölbe, Kamin und Abortkämmerchen neben der Mauertreppe, war für ritterliche Verhältnisse also durchaus komfortabel. Durch den letzten Raum mit einem neueren Gewölbe gelangt man auf die Plattform zu einer atemberaubenden Aussicht.

Von Dr. Harald Herzog, Rheinisches Amt für Denkmalpflege
(Auszug aus: Der Ahr-Radweg - Radeln zwischen Rhein und Eifel)

Ortslage:
Nürburg, Kreis Ahrweiler

Anfahrt mit dem Rad:
Der Ahr-Radweg mit seiner Ahr-Kreis-Runde führt in Nürburg unterhalb der Burg vorbei. Vom Burgplatz aus geht es zu Fuß hinauf zur Burg.

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:
Die Nürburg

Die Burg ist gegen Eintritt zu besichtigen. Bitte respektieren Sie die angebrachten Hinweisschilder.

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