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Burg Olbrück

Geschichte:
Auf einem 440 m hohen, steilen Phonolithkegel erhebt sich ein hochragender Burgturm über die Reste der zugehörigen Burg, einer klassischen Gipfelburg, deren einstige Größe und Bedeutung noch zu ahnen ist. Die beherrschende strategische Lage, der ungeheure Rundblick und die ebenso enorme Fernwirkung riefen geradezu nach dem Bau einer Burg, mit der man Macht und Anspruch demonstrieren und halten konnte. So gründete ein Graf von Wied im 11. Jh. die Burg zur Ausdehnung der Wiedschen Macht auf die linke Rheinseite und etablierte hier einen hochadeligen Ableger, genannt von Olbrück. Nach dessen Ende fiel die unabhängige Herrschaft Olbrück an die Wiedsche Hauptlinie zurück und wurde im Jahre 1190 dem übermächtigen Erzbischof von Köln zu Lehen aufgetragen. 1244 starben die Grafen von Wied aus, und das Lehen Olbrück fiel an ihre Verwandten, Gottfried von Eppenstein und Bruno von Isenburg, die es ihrerseits 1269 an Peter von Eich weiter verlehnten. Über die Grafen von Isenburg kam die Grafschaft Wied 1462 an die edelfreien Herren von Runkel, seitdem Grafen und seit 1784 Fürsten zu Wied. Ihre Lehensleute zu Olbrück blieben bis 1445 die von Eich in mehreren Linien, die die Burg zur Ganerbenburg mit 4 Wohnhäusern ausbauten und den noch bestehenden Bergfried errichteten. Ihnen folgten die von Orsbeck, von Schöneck, von Drachenfels, von Breitbach und von Lahnstein, die alle eigene Häuser auf der gemeinsamen Burg unterhielten, bis im Verlaufe des 16. Jh. ihre Anteile vom Grafen zu Wied zurückerworben wurden. Burg und Herrschaft Olbrück verkaufte der Graf, noch immer unter Kölner Lehenshoheit, 1555 an die Herren Waldbott von Bassenheim aus kurtrierischem Ministerialadel, seit 1646 Reichsfreiherren, seit 1720 Reichsgrafen. 1801 wurde die Burg unter französischer Besatzung enteignet und 1804 auf Abbruch verkauft, bis 1855 der preußische Staat die Ruinen erwarb, um sie zu erhalten. Ab 1878 wechselten die Besitzer mehrfach, und die Burg verfiel bis in jüngste Zeit immer stärker. Seit wenigen Jahren hat die Verbandsgemeinde Brohltal die Ruine nach sorgfältiger Sicherung wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und durch moderne Medien anschaulich erläutert. Man betritt sie durch den 1875 auf älterem Unterbau erneuerten Torbau (Bastionsturm) und geht um den Berg halb herum zur Vorburg, die wie der größte Teil der Burg nach den Zerstörungen von 1632, 1633 und 1689 wiederaufgebaut wurde. Von der Hauptburg auf ursprünglich ovalem Grundriss stehen noch die Ruinen des zweitürmigen barocken Wohnschlosses von 1689, der Kapelle und des Küchenbaues sowie der fünfgeschossige restaurierte Bergfried mit seinen schön gewölbten, bewohnbaren Räumen.

Ortslage:
Kreis Ahrweiler

Anfahrt mit dem Rad:

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

Burg Olbrück

Die Burganlage ist zu besichtigen. Bitte respektieren Sie die angebrachten Hinweisschilder.

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