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Burg Rheineck

Geschichte:
Von "unten" aus dem Tale, ist heute von der Burg Rheineck nicht mehr viel zu sehen. Das war einmal ganz anders, denn schließlich war auch die Rheineck einmal als Demonstration von Macht und Herrschaftsanspruch gedacht, und das kann nur wirken, wenn man sie auch sieht. Der steile Bergkegel ist also ursprünglich ganz frei von Bewuchs gewesen, so dass man von unten wie von oben freie Sicht (und freies Schussfeld!) hatte.

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Die Gipfelburg auf dem Berg am Rande eines langgestreckten Höhenzuges, auf dem schon in keltischer Zeit Befestigungen angelegt worden waren, sollte den Rhein und die Rheinstraße beherrschen und wurde zu diesem Zweck von den rheinischen Pfalzgrafen erbaut. Die Witwe des Pfalzgrafen Siegfried brachte ihrem zweiten Mann Graf Otto von Salm die offenbar allodiale Burg Rheineck 1115 in die Ehe, nach der dieser sich dann Graf von Rheineck nannte. Das empfand der deutsche König als Eingriff in seine Rechte und zerstörte Rheineck im Jahre 1151. Dessen ungeachtet ließ der Kölner Erzbischof Reinald von Dassel in den Trümmern 1164 ein steinernes Haus mit einer Ringmauer errichten.

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Allerdings erhoben weiterhin der König, der Pfalzgraf und der Graf von Jülich Anspruch auf die Burg, die 1301-03 mehrfach belagert und besetzt wurde. Man einigte sich darauf, dass die Burggrafen von Rheineck den Erzbischof als Lehensherrn anerkannten, bis das Lehen aufgrund Aussterbens der Rheinecker 1539 eingezogen wurde. Die verwandten Herren von Warsberg erstritten sich 1567 die Nachfolge und verkauften 1654 an den Grafen von Sinzendorf. 1689 wurde die Burg von französischen Truppen eingeäschert, 1718 kleiner wiederaufgebaut und zerfiel im Laufe des 19. Jh.

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1832 ließ Professor Moritz August von Bethmann-Hollweg als neuer Besitzer die Ruine bis auf den Bergfried, das Tor und die Ringmauer abreißen und durch einen formal dem Vorgänger entlehnten Neubau von Johann Claudius von Lassaulx ersetzen. So steht über der Tordurchfahrt die achteckige Kapelle nach staufischem Vorbild mit Wandgemälden von Eduard von Steinle, darüber als zeitgenössische Erweiterung der Musiksaal der Bethmann-Hollwegs. Der anschließende dreiflügelige Wohnbau umgibt einen kleinen Innenhof, der nach Süden vom staufischen Bergfried überragt wird. Dessen Untergeschoss ist heute durch Anschüttung verdeckt, aber staufisches Quadermauerwerk dominiert noch immer seine Erscheinung. Innen hat die großbürgerliche romantische Wohnqualität durch die Umbauten seitens eines rheinischen Bauunternehmers ab 1977 eine Veränderung zum kalifornischen Landhausstil erfahren, was der neue Besitzer und Bewohner, der Softwareunternehmer Dr. Kai Krause, allmählich wieder rückbauen will.

Von Dr. Harald Herzog, Rheinisches Amt für Denkmalpflege
(Auszug aus: Der Ahr-Radweg - Radeln zwischen Rhein und Eifel)

Ortslage:
Brohl, Bad Breisig, Kreis Ahrweiler

Anfahrt mit dem Rad:
Der Ahr-Radweg mit seiner Ahr-Kreis-Runde führt in Brohl unterhalb des Burgbergs vorbei.

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

Burg Rheineck

Die Burg oberhalb von Bad Breisig ist in Privatbesitz und kann nicht besichtigt werden.

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