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Schloß Schweppenburg

Geschichte:
Die ungemein romantisch im engen Brohltal gelegene Schweppenburg ist von Typ und Situation her eindeutig ein Rittersitz des Spätmittelalters ohne Anspruch auf strategische Bedeutung. Als kleine Hangburg konnte sie keiner ernsthaften Belagerung standhalten, aber zur Überwachung und Sperrung des Verkehrs im Tal taugte sie durchaus. Sie stand von Anfang an im Lehensverhältnis zu Kurköln und galt als Burglehen von Rheineck.

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Als Lehensinhaber tritt 1365 erstmals Arnold von Schweppenburg auf, der sie möglicherweise auch erbaut hat und dessen Enkelin sie 1465 als Mitgift an Friedrich von Schmidtberg brachte. Auf gleichem Wege kam die Burg zwei Generationen später an die Kolf von Vettelhoven und 1590 an Degenhart von Metternich auf Brohl. Sein Sohn Bertram ist der Bauherr des bestehenden Schlosses von 1630-39. Nach seinem kinderlosen Ableben erbte sein Schwager Albrecht von Loen die Schweppenburg, die sein Enkel 1716 an den kurkölnischen Generalsteuereinnehmer Rudolf Adolf von Geyr verkaufte. 1743 wurde Rudolf Adolf zum Reichsfreiherren Geyr von Schweppenburg erhoben, und im Besitz dieser Familie ist die Burg noch heute.

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Das erste Wappen, das man sieht, am Südturm, hat mit der Burg nichts zu tun, sondern wurde der Ruine Olbrück entnommen und stammt von den Waldbott von Bassenheim. Der dreigeschossige Wohnbau mit zwei polygonalen Ecktürmen und kurzem Treppenanbau zeigt durchgängig frühbarocke Formen, schön profilierte Schweifgiebel und gekuppelte Rechteckfenster im ansonsten schlichten Baukörper. Im Südgiebel befindet sich das Wappen Bertrams von Metternich mit der Zahl 1638, dem Zeitpunkt der Rohbauvollendung, an der Hauptfassade dann sein Wappen mit dem Jahr der Vollendung: 1639.

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Das Innere bietet noch weitgehend das Bild der Erbauungszeit mit hofseitigen Fluren und verputzten Balkendecken. Der Hauptbau der mittelalterlichen Burg war ein dreigeschossiger Wohnturm mit Eckwarten, der nördlich des Neubaues stand und 1785 durch Rudolph Constanz von Geyr abgebrochen wurde. Dabei dürfte es sich um den Ursprungsbau gehandelt haben, wie er auf vielen kleineren Rittersitzen der Spätgotik zu finden war. Ihm vorgelagert war eine dreiflügelige Vorburg anstelle der heutigen Wirtschaftsgebäude von 1863 und 1897. Haupteingang ist heute wie im 17. Jh. das Tor in der Verbindungsmauer zwischen Vorburg und Schloss, die wohl schon die gotische Burg wie ein Zwinger umgab und später erneuert wurde, wie das Wappen der Geyr über dem Torbogen von 1750 beweist. In ihrer Gesamtheit ist die Schweppenburg ein höchst seltenes, authentisches und schönes Beispiel eines kleinen Adelssitzes zwischen Renaissance und Barock.

Von Dr. Harald Herzog, Rheinisches Amt für Denkmalpflege
(Auszug aus: Der Ahr-Radweg - Radeln zwischen Rhein und Eifel)

Ortslage:
Brohl-Lützing, Bad Breisig, Kreis Ahrweiler

Anfahrt mit dem Rad:
Der Ahr-Radweg mit seiner Ahr-Kreis-Runde führt im Brohltal gegenüber dem Haltepunk Bad Tönnisstein an der Burg vorbei.

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

Die bewohnte Anlage ist nicht zugänglich, vom Tal aus aber gut zu übersehen.

Bitte respektieren Sie die Privatsphäre der Be- und Anwohner und nehmen Rücksicht auf die angebrachten Hinweisschilder.

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