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Burg Vehn

Geschichte:
Bald 1000 Jahre ist es her, dass der Erzbischof von Köln einen Hof mit Kirche in Vehn an die Abtei Deutz gab, die unter Oberhoheit von Köln in der Folge als Lehensherr auftrat. Zur Bewirtschaftung und zum Schutz wurden niederadelige Lehensträger eingesetzt, deren erste bekannte ab 1267 die Brüder Gerhard, Theoderich und Lutfried von Landskron aus dem Geschlecht der Herren von Sinzig waren. Sie besaßen seit 1266 auch das Patronatsrecht der Kirche des Hofes und stellten den Pfarrer für Löhndorf, das anfangs nur eine Kapelle und keine Kirche besaß.

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Neben der Kirche gründeten die Hofesherren um 1485 ein Augustinerinnenkloster, das 1558 vom neuen Besitzer, dem kurkölnischen Kanzler Wilhelm von Orsbeck auf Wensburg, aufgelöst wurde. Daraufhin verlegte man die Pfarrkirche nach Löhndorf. Nach dem kinderlosen Tod der Orsbeckschen Söhne fiel Vehn an die von Riedesel, im 17. Jh. an die von Hocherbach, deren Erben es 1826 an den Immobilienspekulanten F.G. Weckbecker verkauften. Von diesem erwarb es der Graf Spee auf Ahrenthal, danach wechselten die bürgerlichen Besitzer mehrfach. Seit 1965 gehört es der Familie Bahlsen.

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Im Dreißigjährigen Krieg war das einsam gelegene Vehn verlassen worden und so verfallen, dass es der Lehensherr, der Abt von Deutz, wieder einzog und der Abtei inkorporierte. Noch 1684 wurde die Kirche als einsturzgefährdet beschrieben und wurde wenige Jahre später neugebaut. Heute ist sie durch einen Bau des 19. Jh. mit dem Herrenhaus verbunden. Dieses ist ein weitläufiger Winkelbau, dessen niedrigerer Flügel mit rundem Treppenturm im Kern noch dem 16. Jh. entstammt. Rundbogenfries und Treppengiebel allerdings wurden im 19. Jh. hinzugefügt, wohl um dem sehr schlichten Bau etwas mehr historisches Gepräge zu verleihen. Der Haupttrakt mit Mansarddach dürfte 1726 erbaut worden sein, wie das Hocherbach-Wappen mit Datum über dem Portal nahelegt, das 1772 verändert wurde.

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Der an der Stirnseite des Hauptbaus quer angesetzte Flügel mit säulengetragenem Balkon wurde 1925 errichtet und erinnert an die großzügigen Landhausentwürfe in traditioneller Erscheinung von Paul Schulze-Naumburg. Das gesamte Herrenhaus ist jüngst einheitlich verputzt und gelb gefasst worden, so dass der vom Namen implizierte Schlosscharakter jetzt wohl erstmals in seiner Geschichte eingängig erscheint. Die dem Haupthaus vorgelagerten Wirtschaftsgebäude sind im späten 19. und frühen 20. Jh. vollständig erneuert worden.

Von Dr. Harald Herzog, Rheinisches Amt für Denkmalpflege
(Auszug aus: Der Ahr-Radweg - Radeln zwischen Rhein und Eifel)

Ortslage:
Löhndorf, Sinzig, Kreis Ahrweiler

Anfahrt mit dem Rad:

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

Die Burg befindet sich in Privatbesitz und kann nicht besichtigt werden.

Bitte nehmen Sie Rücksicht auf die Bewohner und respektieren die angebrachten Hinweisschilder.

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