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Burg Niederberg

Geschichte:
Niederberg am Rotbach gehört zu den alten Gütern des Kölner Domdechanten, die dem jeweiligen Amtsinhaber als Benefizium zustanden. Er vergab Hof und zugehörige Mühle als Lehen an ritterliche Familien des Erzstiftes, die sich auf dem Hofplatz nach ritterlicher Gewohnheit ein burgähnliches Anwesen bauten - nicht mehr und nicht weniger, denn der Domdechant war kein einfacher und machtloser Geistlicher, der gezwungenermaßen auf seinem Grund eine starke Burg geduldet hätte. Von dieser wäre schließlich eine dauernde Gefahr für seine Besitzansprüche ausgegangen, was bei vielen anderen geistlichen Gütern irgendwann zu deren Verlust geführt hatte.

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Unbeeinträchtigt davon konnte der Lehensinhaber das Gut jederzeit verkaufen, wenn der Lehensherr zustimmte. So geschah es in der Mitte des 15. Jh., als der Herr von Linzenich Burg und Land an Rembold von Uexheim verkaufte. Von seiner Enkelin kam Niederberg 1497 an ihren Gatten Otto von Metternich, und bei dessen Familie, die auch auf Zievel, Müllenark und Metternich saß, blieb der Besitz bis 1739. Erwerber waren die Quadt von Buschfeld, seit 1750 zum Teil die damaligen Grafen von der Leyen. Das erwies sich als Unglück, denn diese waren für den größten Teil ihrer Ländereien als reichsunmittelbar eingestuft, d.h. als souveräne Landesherren, die von der französischen Revolutionsregierung ausnahmslos 1794 enteignet wurden. So wurde Niederberg 1810 versteigert, in der Folge das Land parzelliert und stückweise verkauft. Keiner der vielen Besitzer im 19. Jh. behielt die Burg lange, bis sie 1935 in den Besitz der Familie Berkenkamp überging, die die vernachlässigten und im letzten Krieg beschädigten Gebäude gründlich wiederherstellte.

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Die ehemals zweiteilige Wasserburg entstammt in ihrem heutigen Bestand großenteils aus dem Anfang des 18. Jh., ist also noch unter den Freiherren von Metternich erbaut worden. Von mittelalterlichem Ursprung ist nichts mehr zu sehen. Die Vorburg ist bis auf einen nach mittelalterlicher Gepflogenheit seitlich gelegenen barocken Torbau und ein jüngeres Fachwerkgebäude verschwunden. Das Herrenhaus von 1710 ist noch ganz von Wasser umgeben und wurde als einfaches querechteckiges Burghaus errichtet, dem man um 1920 zwei kleine Seitenflügel anfügte. Dadurch wirkt es wie eine zierliche Dreiflügelanlage, die allerdings der ursprünglichen Absicht eines relativ anspruchslosen Landsitzes durchaus zuwiderläuft.

Dr. Harald Herzog, Rheinisches Amt für Denkmalpflege
(Auszug aus: Die Euskirchener Burgenrunde - Radeln zwischen Erft und Eifel)

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Ortslage:
Niederberg, Erftstadt, Erftkreis

Anfahrt mit dem Rad:

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

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