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Burg Bourheim

Geschichte:
Burg Bourheim war, obwohl schon im 13. Jh. als Burg genannt, nur eine landwirtschaftliche und keine wehrtechnische Anlage. Dennoch wurden zum Schutz vor Fremden und Überfällen starke Mauern errichtet. An diese Mauern wurden später die Wirtschaftsgebäude angebaut. Es entstanden langgestreckte, eingeschossige Bauten, die nur zum sicheren Innenhof Fenster und Türen hatten. Die Einfahrtstore mussten so groß sein, dass ein beladenes Gespann ungehindert in den Hof fahren konnte. Des Abends oder auch in Kriegszeiten wurden sie mit schweren hölzernen Flügeln geschlossen.

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Eine Aufstellung zum Besitz des Aemilus von Owe aus dem Jahre 1234 nennt einen Hof zu "Burnheim"; jedes Jahr war ein bestimmter Teil der Einkünfte an die Abtei in Burtscheid bei Aachen abzuliefern. Und natürlich hatten die Familienmitglieder auch ihre Verpflichtungen gegenüber dem jeweiligen Landesherrn: Sie wurden zum Kriegsdienst herangezogen, und dabei konnten sie unter Umständen in Gefangenschaft geraten.

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Das bereits erwähnte Eingangstor datiert vom Jahr 1600. Es zeigt in seinem Doppelwappen die Besitzer aus dem Geschlecht der Eys, genannt Beusdael, im 16. Jh. und der von Friemersdorf zu Pützfeld, die im 17. Jh. deren Nachfolger wurden. Die Vorburg bildet einen Hof, der sich nach Südwesten zum Herrenhaus hin öffnet. Die sparsame Verwendung von Haustein und das Doppelwappen der Erbauer lässt erkennen, dass es sich um ein Bauwerk der Renaissance handelt.

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Neben der Vorburg gab es in Bourheim auch ein großes und festes Herrenhaus aus dem 15. Jh.. Es war wie viele andere dieser Gebäude ein schlichter, zweigeschossiger rechteckiger Baukörper, der an seinen Schmalseiten Treppengiebel hatte. Im Laufe der Jahre verfiel das Haus immer mehr, aber weder die Grafen zu Hatzfeld, die im 18. Jh. das Gut übernahmen, noch die später folgenden Grafen von Fürstenberg-Stammheim verfügten über die ausreichenden Mittel, um das Wohnhaus instand setzen zu lassen; im Übrigen haben sie die Burg nicht bewohnt. So ist von dem Herrenhaus nur ein Unterbau mit Tonnengewölben erhalten geblieben, der um 1840 notdürftig mit Ziegelsteinmauern gesichert wurde und heute von der Straße aus gut sichtbar ist.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Dürener Burgenrunde - Radeln zwischen Rur und Eifel) Stand: 12.5.01

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Ortslage:
Bourheim, Stadt Jülich, Kreis Düren

Anfahrt mit dem Rad:

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

Die Burg befindet sich in Privatbesitz. Ein Zugang von außen ist möglich.

Bitte respektieren Sie die Privatsphäre der An- und Bewohner und der angebrachten Hinweisschilder.

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