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Burg Bubenheim

Geschichte:
Nähert man sich der Burg Bubenheim in der Gemeinde Nörvenich, Kreis Düren, so hat man schon von der Straße aus einen guten Überblick von der Anlage. Man entdeckt Türme mit ganz unterschiedlichen Dächern. Mehrere Bauteile bilden eine eher unregelmäßige Anlage, die keine eigentliche Schaufassade besitzt. Es muß sich um einen recht alten Wohnsitz handeln, der im 15. und 16. Jahrhundert von seinen Eigentümern, der Familie von Spieß, im spätgotischen Stile umgebaut worden ist. Heute scheinen noch eine ganze Reihe von Menschen hier zu wohnen. Eine großzügige Vorburg mit Scheunen und Stallungen scheint die eigentliche Burg förmlich zu umklammern.

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Mehrere Hinweistafel zeigen an, daß die große Scheune in ein Spielparadies für Kinder unterschiedlichen Alters, das Bubenheimer Spieleland, umgewandelt worden ist. Ein schöner, ca. 100qm großer Partyraum in altem Landhausstiel bietet zudem für Geburtsfeiern oder Hochzeiten einen würdigen Rahmen.

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Ein erster Ritter von Bubenheim, Ingram genannt, wird in einer Urkunde von 1237 erwähnt. Von diesem Geschlecht fällt der Besitz um 1377 an die Familie von Spies. Eine ihrer letzten Nachkommen, Philippine Jakobe Isabelle Klara heiratete 1699 den Johann Franz Freiherrn von Berghe genannt Trips - für diesen war es immerhin die dritte Ehe. Beider Sohn, ein General mit Namen Adolf Karl Sigismund, konnte sich wegen seines Berufs kaum um einen solchen Besitz kümmern und verkaufte ihn 1757. Interessanterweise war der neue Käufer kein Adliger, sondern der aus Jülich stammende, reich gewordene Rotgerber Zantis. Zwischen 1828 und 1878 lassen sich in den Katasterunterlagen eine ganze Reihe von Besitzern nachweisen. Zuletzt fiel Burg Bubenheim an die freiherrliche Familie von Nellessen aus Aachen.

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Betritt man durch einen recht schlichtes Tor, dessen Schlußstein mit einem Löwenkopf und der Jahreszahl 1701 geschmückt ist, den Innenhof, so fällt der Blick direkt auf die Burg. Das rechteckige Wohnhaus zeigt noch verschiedene Anklänge an die Gotik, einen mächtigen Giebel, im rückwärtigen Teil ein kleines Türmchen für die Wendeltreppe und Kreuzstockfenster. Eigenwillig steht ein mächtiger Turm um 45 Grad gedreht an der linken Hausecke. Mit seinen hohen Schieferhelm erinnert er eher an einen Kirchturm Der Osttrakt des Wohnhauses wurde 1882 erneuert. Rechts schließt sich der Torbau und eine ehemaligen Pächterwohnung an. Das Portal sitzt in einer rechteckigen Nische, die in alter Zeit den Boden der Zugbrücke aufnahm. Über dem Rundbogen erinnert ein stark verwitterten Wappen an die Erbauer: Heinrich Spiess von Büllesheim und der Margarete Sophia von und zu Reuschenberg.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Dürener Burgenrunde - Radeln zwischen Rur und Eifel) Stand: 12.5.01

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Ortslage:
Bubenheim, Gemeinde Nörvenich, Kreis Düren

Anfahrt mit dem Rad:
Die "Wasserburgen-Route" (Tour 7) wie auch die "Dürener Burgenrunde" (Etappe 2) führen auf ihrem Weg nach Zülpich durch Stockheim. An der Ampel verläuft links ein Radweg neben der B 56 in Richtung Düren. 600 m hinter der Kläranlge zweigt rechts auf der anderen Straßenseite ein asphaltierter Feldweg ab, der an Burg Bubenheim endet.

Anfahrt mit dem Auto:
A 4, Ausfahrt Düren / Jülich, auf der B 56 durch Düren bis Stockhausen. An der Ampel links auf der L 327 nach Jakobwüllesheim, im Ort links in Richtung Rommelsheim / Frauwüllesheim. Schon von weitem fällt auf der linken Seite der Gebäudekomplex von Burg Bubenheim ins Auge.

Literatur:

Links:
www.bubenheimer-spieleland.de/

Ein Zugang von außen ist möglich.

Bitte respektieren Sie die Privatsphäre der Bewohner und der angebrachten Hinweisschilder.

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