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Hallenburg

Geschichte:
Die Familie von Disternich erscheint erstmals im 13. Jh.. Ihre Angehörigen waren Hofbeamte der Jülicher Grafen, so beispielsweise 1217 Everardus von Disternich oder 1287 Engelbert von Disternich. Letzterer erklärte sich dazu bereit, sein Haus als "Offenhaus" dem Grafen von Jülich als Zufluchtsstätte in Notsituationen zur Verfügung zu stellen. Später ging der Besitz durch Verkauf an die Familie von Bongart, die mit Daem von Bongart um 1522/24 im Mannesstamm ausgestorben ist. Seine Schwester Katharina, die mit Adolf von Efferen, genannt Hall, verheiratet war, trat das Erbe an. Von eben dieser Familie erhielt das Haus seinen Namen "Hallenburg".

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Eigenartigerweise befand sich der Besitz in der Mitte des 17. Jh. nicht mehr nur in einer Hand. Die Einkünfte aus den Ernten teilten sich Heinrich von Groote, der Graf von Efferen und Adolf Georg von Colyn. Den Groote`schen Anteil erbte die Familie von Geyr, die wahrscheinlich auch den Verkauf an das Kölner Damenstift von St. Maria im Kapitol initiiert hat. Nun einem Kloster gehörend, wurde das Landgut als Lehen vergeben, wenigstens bis zur Zeit der Säkularisation, als aller geistlicher Besitz an den Staat fiel und von diesem an Privatpersonen verkauft wurde.

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Das Herrenhaus ist ein quaderförmiges zweigeschossiges Gebäude, das mit seinem hohen Sockelgeschoss aus den heute noch Wasser führenden Gräben wie auf einer kleinen Insel stehend herausragt. In den Mauern sitzen Quersprossenfenster in regelmäßigen Achsen. Wenn man durch den Maschendrahtzaun und das Unterholz blickt, erkennt man das hohe Walmdach mit versetzt angeordneten kleinen Dachhäuschen. Rechts von der kleinen Zugangsbrücke, die ursprünglich offenbar eine Zugbrücke war, befindet sich die ehemalige Vorburg, die in jüngerer Zeit zu Wohnzwecken umgebaut worden ist. Hinter dem großen Zufahrtstor hat man auf dem Platz, auf dem in Vorzeiten die Karren und Gespanne der Landwirte abgestellt wurden, einen großen Parkplatz angelegt.

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Wie in manchen anderen Orten, etwa in Nörvenich, so gab es mit der "Schenkernburg" auch in Disternich eine weitere befestigte Anlage. Sie wurde 1464 urkundlich erwähnt und lag oberhalb der Hallenburg. Nachdem der letzte männliche Erbe verstorben war, prozessierte man fast das ganze 18. Jh. um den Besitz. Etwa in der Mitte des 19. Jh. wurde das Haus restlos abgebrochen.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Dürener Burgenrunde - Radeln zwischen Rur und Eifel) Stand: 12.5.01

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Ortslage:
Disternich, Gemeinde Vettweiß, Kreis Düren

Anfahrt mit dem Rad:

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

Privatbesitz. Die Burg ist nur schlecht von außen einsehbar.

Bitte respektieren Sie die Privatsphäre der An- und Bewohner und der angebrachten Hinweisschilder.

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