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Burg Dürboslar

Geschichte:
Die Anfänge der Anlage sind schwer ausfindig zu machen. Die einen behaupten, dass der zum Essener Stift gehörende Fronhof einst König Zwentibold aus Lothringen gehört haben muss. Vielleicht handelt es sich aber auch um den so genannten "Kölner Hof", den ein Knappe mit Namen Werner von Wedenau auf einem Hügel errichtete. Gebäude und die zum Hof gehörenden Ländereien bildeten ein Lehen, das 1391 von den Grafen von Jülich der Familie von Wedenau übertragen wurde.

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Im ausgehenden 15. Jh. fiel das Lehen an die Familie von Lintzenich. Das Erbe sollte im Falle eines fehlenden Stammhalters der ältesten Tochter übertragen werden. In der zweiten Hälfte des 17. Jh. wurden die Baulichkeiten modernisiert. Bald darauf kam die Burg von Dürboslar in den Besitz der Grafen Wolff-Metternich zu Gymnich. 1841 ließen sie das Herrenhaus vollständig erneuern. Die baufälligen Mauern wurden bis auf die Fundamente abgebrochen. Der alte Rundturm konnte bestehen bleiben. Nach dem Zweiten Weltkrieg mussten die Spuren starker Zerstörungen beseitigt werden. Damals wurde die Raumaufteilung für mehrere Wohnungen neu gestaltet.

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Um den Wirtschaftshof stehen auf drei Seiten Scheunen und Stallungen. Wenige Reste stammen noch aus dem 16. Jh., alles Übrige wurde rund einhundert Jahre später erneuert. Seinerzeit, 1651, lag vor dem Haupteingang eine hölzerne Zugbrücke. Der Torbau selber ist ein Turm, dessen abgestufter Giebel in das hohe Satteldach hineinreicht.

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Das Wohnhaus der Herrschaft schließt sich im Westen an der offenen vierten Seite des Vorhofes an. Bei dem Umbau 1841 blieb das hohe Kellergeschoss als Basis bestehen. Alle anderen Mauern wurden neu aufgezogen. Das Satteldach ist zwischen zwei spitzwinkligen Giebeln eingespannt. An den Ortgängen (also den Rändern) sieht man, wie häufig am Niederrhein, diagonal vermauerte Ziegelsteine. Was heute ein reines Schmuckmotiv zu sein scheint, war seinerzeit zur besseren Ausnutzung der Ziegelsteine ausgeführt worden. Die Fenster stehen in regelmäßigen Achsen, oberhalb der Solbänke und unterhalb der gemauerten Stürze ragen hausteinerne Quader ins das Mauerwerk. An der Nordostecke steht ein runder Turm mit flachem Kegeldach, an den Fenstern erkennt man, dass er der ältere Teil des Hauses sein muß. Genau auf der gegenüberliegenden Seite, zum Innenhof, gibt es noch einen quadratischen Turm, der durch einen niedrigen Verbindungstrakt mit dem Hauptbau verbunden ist. Entsprechend dem Geschmack der 70er Jahren sind in den Fenstern gewölbte Butzenscheiben eingebaut.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Dürener Burgenrunde - Radeln zwischen Rur und Eifel) Stand: 12.5.01

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Ortslage:
Dürboslar, Gemeinde Aldenhoven, Kreis Düren

Anfahrt mit dem Rad:

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

Privatbesitz. Die Burg ist von außen gut einsehbar.

Bitte respektieren Sie die Privatsphäre der An- und Bewohner und der angebrachten Hinweisschilder.

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