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Burg Engelsdorf

Geschichte:
Die erste urkundliche Erwähnung führt in die Jahre um 1079, in die Zeit des Kölner Erzbischofs Sigewin. Die Ritter von Engelsdorf oder Endelstorp waren möglicherweise verwandt mit den Besitzern der Burgen zu Barmen, Overbach, Mertzenhausen und Flosdorf. Für die große Bedeutung des Hauses spricht die Tatsache, dass es, wie Schloß Nothberg, in Notzeiten von den Jülicher Herren als Fluchtburg benutzt wurde. Im ersten Viertel des 15. Jahrhunderts waren keine männlichen Erben mehr vorhanden. Die neuen Besitzer wurden die von Palant.

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Die heutige Anlage soll um 1526 entstanden sein. Über dem Eingang zum nordwestlichen Trakt befindet sich das Wappen der Anna von Brandenburg, einer Tochter Diedrichs von Palant. Im Unterschied zu manch anderer Burg im Gebiet um Jülich wurde diese von den Brabanter Truppen geschont. Im Jahr 1700 fiel die Burg an das Kölner St. Andreasstift, weil der neue Besitzer Theodor Holtz von Köttingen, ein Fabrikant von Posamenten, die erste Hypothek auf eben dieses Kloster eintragen ließ. Er hat die Burg nicht lange besessen, denn seine Firma ging bankrott, und die Klosterbrüder wurden die neuen Besitzer, jedenfalls so lange, bis die Franzosen an den Rhein kamen, alle Klöster aufhoben und ihren Besitz der Staatskasse einverleibten. Die Bauten sollten nach dem Wunsch der neuen Machthaber zur Unterbringung von Invaliden genutzt werden.

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Auch die Burg von Engelsdorf hatte verschiedene Wassergräben, die vom Merzbach gespeist wurden. Weil aber noch weitere Anlieger das Bachwasser nutzten, so beispielsweise die Burgherren in Aldenhoven und Laurenzberg, mussten oft die Gerichte eingeschaltet werden; man versuchte mehrfach, den Engelsdorfern nachzusagen, sie hätten Abfälle in das Wasser geschüttet und damit den Bach verschmutzt.

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Erhalten blieb ein mächtiger, aber einsturzgefährdeter Rundturm mit zwei angegliederten Trakten, der eine ist jüngeren Datums, der andere, ehemals der Palas mit den Hauptwohnräumen, datiert nach einer Türinschrift vom Jahr 1526. Im Erdgeschoss liegt nur ein großer Raum, unten mit Kreuzrippengewölben und einer eingestellten Reihe von fünf Pfeilern, der vielleicht als Kapelle gedient hat, und darüber ein Saal mit Holzbalkendecke; die eng liegenden Balken werden von mehreren mächtigen Unterzügen aus Eichenholz getragen. Dieser Raum konnte durch einen offenen Kamin beheizt werden. In den hohen, schmalen Fensternischen sind noch kleine, steinerne Sitzbänke erhalten, von wo aus die Bewohner einst in die weite Landschaft geschaut haben mögen. Heute ist die Burg in Privatbesitz und von einem Künstler bewohnt.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Dürener Burgenrunde - Radeln zwischen Rur und Eifel) Stand: 12.5.01

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Ortslage:
Engelsdorf, Gemeinde Aldenhoven, Kreis Düren

Anfahrt mit dem Rad:

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

Privatbesitz. Die Burg ist von außen gut einsehbar.


Bitte respektieren Sie die Privatsphäre der An- und Bewohner und der angebrachten Hinweisschilder.

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