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Rittersitz Eschenhof

Geschichte:
Der am Hang der Rur liegende Ortsteil wird mehrfach urkundlich erwähnt, so beispielsweise 1166 im Zusammenhang mit den Besitzungen des Klosters Meer. Auch gab es eine sogenannte "Alte Burg", die 1352 bei den Streitigkeiten zwischen dem Grafen Wilhelm V von Jülich und dem Landadel vollständig zerstört wurde. Ob die Burg der Vorgängerbau des heutigen Eschenhofs gewesen ist, läßt sich nicht eindeutig klären.

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Der Eschenhof liegt ziemlich genau in der Ortsmitte, direkt neben der Kirche. Lange Jahre gehörte es der Familie von Barmen, bis daß der Herzog von Jülich um 1500 das Lehen neu vergab an Hans von Adelepsen. An den direkten Nachkommen vererbt beziehungsweise durch Heirat an die nächste Familie gekommen, verkaufte Joahnn Arnold von Leerodt den Hof an den promovierten Juristen Johann Michael Dejes. Er bekleidete das Amt eines Schultheißen und war Schöffe am Gericht in Jülich. Nach seinem Tod kam der Eschenhof an seinen Amtsnachfolger. Und auch dessen Tochter heiratete einen Schultheißen namens Johann Wilhelm Custodis. Allein in den Jahren von 1900 bis 1915 lassen sich 5 Besitzer nachweisen, 1915, inzwischen war Lothar von Hoensbroich der Eigentümer geworden, erhielt das Haus auch seinen Namen "Eschenhof".

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Das sogenannte Herrenhaus, dessen Giebel mit seiner geschwungenen Kontur von der Straße aus zu sehen ist, liegt am oberen Ende des Wirtschaftshofes. Ein niedrigerer, zweiachsiger Anbau entstand bei einer späteren Erweiterung. Fenster und Tür haben Blausteinrahmungen, die teilweise durch Beton ergänzt wurden. Ihre Stürze sind flache Segmentbögen mit einem einfachen Keilstein, darüber sind gemauerte Entlastungsbögen zu erkennen. Am Giebel nennen die schmiedeeisernen Maueranker das Jahr 1949, damals wurde der fast vollständig zerstörte Hof wieder aufgebaut.

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Erst 1970/73 waren diese Arbeit mit der Erneuerung des Straßenflügels abgeschlossen. Der Architekt Helmut Rademächers griff bei seinem Neubau, die alten Höhenlinien auf, vor allem im Bereich der Toreinfahrt, die sich wie eine Art Turm durch die Dachflächen schiebt. Die Hausteine der Tores, mitsamt den stark verwitterten Kämpfern, dem Keilstein und dem Wappenstein mit der Jahreszahl 1699 wurden dabei in das neue Mauerwerk eingelassen. Wegen der neuen Nutzung als Wohn- und Bürogebäude mußten allerdings viele Fenster in das ehemals geschlossene Mauerwerk gebrochen werden.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Dürener Burgenrunde - Radeln zwischen Rur und Eifel) Stand: 12.5.01

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Ortslage:
Barmen, Stadt Jülich, Kreis Düren

Anfahrt mit dem Rad:

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

Die Burganlage befindet sich in Privatbesitz. Ein Zugang von außen ist möglich.

Bitte respektieren Sie die Privatsphäre der An- und Bewohner und der angebrachten Hinweisschilder.

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