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Burg Frenz

Geschichte:
Wahrscheinlich gehörte der 1104 genannte Harpo von Fragenzo einer Seitenlinie der herzoglichen Familie vom Limburg an(Zusammenhang?). Die Ländereien rund um die Burg gehörten dem Kölner Erzbischof. Als Sicherheit für einen geliehenen Geldbetrag gingen Haus, Wohnung, Vorburg und Dorf 1361 an Richard I. von Merode, dessen Familie ihren Stammsitz im nahen Langerwehe hatte.

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Richard III., Reichsfreiherr von Merode, der Stammvater der Seitenlinie des Geschlechts der von Merode-Houffalize, ließ in der Mitte des 15. Jh. die Baulichkeiten erneuern. Bis 1826 hat Burg Frenz, wenn man von dem Wechsel zu verschiedenen Seitenlinien absieht, immer den von Merode gehört; erst um 1840 erwarb sie der Aachener Fabrikant Cockerill. Die Anlage wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und in den sechziger Jahren vollständig abgerissen.

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Wie die meisten der größeren Gutsanlagen war auch Burg Frenz von Wassergräben umgeben. Bemerkenswerterweise gab es hier einen äußeren und einen inneren Grabenring, der das bebaute Gelände in drei nahezu quadratische Flächen aufteilte. An der Zufahrt zum heute noch bestehenden Wirtschaftshof steht eine kleine Kapelle. Schon in den frühen Jahren des Mittelalters besaßen große Güter eine solche Kapelle, auch Eigenkirche genannt, aus der sich dann oftmals im Laufe der Jahrhunderte die Pfarrkirche entwickelte.

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Interessant auch, dass es hier noch eine zweite Vorburg gab. Über eine Brücke erreicht man die Tordurchfahrt; sie zeichnete sich früher durch einen höheren, vor die Bauflucht tretenden quadratischen Baukörper aus, der an ein Stadttor erinnerte. Das Herrenhaus aus dem 15. Jh. war vor seiner Zerstörung ein rechteckiger Bau, dessen mächtiges Erscheinungsbild durch kleine Türmchen mit mehrteiligen Schieferhauben an den beiden äußeren Ecken aufgelockert wurde. An dem Wappen über der Rokoko-Eingangstüre der Vorburg erkennt man, dass in der Mitte des 18. Jahrhunderts Arnold Ignatz von Merode und Regina von Walbott-Bassenheim den Besitz modernisieren ließen. Die meisten der Wirtschaftsgebäude wurden erneuert, und wie es damals modern war, wurde auch ein kleiner Gartenpavillon angebaut. Von hier aus hatte man einen schönen Blick auf das Wasser des Grabens und die damals freie, fast unbebaute Landschaft.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Dürener Burgenrunde - Radeln zwischen Rur und Eifel) Stand: 12.5.01

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Ortslage:
Frenz, Gemeinde Inden, Kreis Düren

Anfahrt mit dem Rad:

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

In der landwirtschaftlich genutzten Vorburg bietet heute ein Bauernladen seine eigenen Produkte an. Die Burganlage befindet sich in Privatbesitz.

Bitte respektieren Sie die Privatsphäre der An- und Bewohner und der angebrachten Hinweisschilder.

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