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Burg Gladbach

Geschichte:
Etwas außerhalb der eigentlichen Ortschaft liegt, umgeben von einem kleinen Wald, die Burg der Herren von Gladbach. Die Anlage besteht, wie häufig zu sehen, aus zwei Teilen: einer großen Vorburg und dem Wohnhaus. Die mächtigen, zweigeschossigen Ziegelsteingebäude begrenzen einen rechteckigen Hof und sind 1741 erbaut worden. Direkt neben dem kleinen Torturm liegt der Zugang zur eigentlichen Burg. Das Erscheinungsbild des Wohnhauses hat sich bis heute verschiedentlich verändert. Noch in der zweiten Hälfte des 19. Jh. gab es vier Flügel. Eine kleine Brücke über den Wassergraben führte durch ein sicheres Tor auf den Innenhof. An seiner äußeren Ecke erhob sich ein mächtiger Rundturm, dessen Reste auch heute noch zu erkennen sind.

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1688 brannte die Burg ab. Quellen überliefern, dass erst 1714 mit dem Neubau des Hochschlosses begonnen worden ist. Allerdings wurde nur die hintere Hälfte erneuert, ein schlichter kubischer Ziegelsteinbau mit rechteckigen Fenstern in Hausteingewänden. Bei einer Erweiterung 1823 wurden die beiden kurzen Seitenflügel um halbkreisförmige Vorbauten verlängert. Ihr eigenwilliges Aussehen lässt sich damit erklären, dass der linke auf den Fundamenten eines ehemaligen Turmes steht und der rechte aus Symmetriegründen ergänzt wurde. Über den ursprünglichen Ehrenhof wurde um 1860 eine Vorhalle gebaut.

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Die Herren von Gladbach, die mit den Jülicher Grafen verwandt sein müssen, erhielten schon früh die Besitzung, deren Namen sie angenommen haben, zum Lehen. 1297, bei den Verhandlungen um die neue Vergabe, wird die Burg erstmals ausdrücklich erwähnt. Verschiedene Geschlechter haben dann von den Besitzungen profitiert, sie an ihre Erben weitergegeben oder auch verkauft. So konnte 1486 Gerhard von Palant Burg und Unterherrschaft käuflich erwerben. Die Familie starb 1725 ohne männlichen Nachkommen aus.

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Franz Kaspar Graf zu Hillesheim, ein hoher Staatsbeamter, erhielt 1723, bestätigt vom Kurfürsten, die Anwartschaft auf das Lehen zugebilligt. Er konnte seinen neuen Besitz jedoch nicht direkt nutzen, denn noch gab es weitläufige Verwandte der Palants, die ebenfalls ihre Ansprüche erhoben. In der Mitte des 18. Jh. ließ er die Vorburg ausbauen; damals entstand auch der schmucke kleine Torbau. 1786 starb der letzte Angehörige der Familie von Hillesheim. Kurfürst Karl Theodor zog die Herrschaft ein und vergab sie an den Mann seiner illegitimen Tochter, Gräfin Karoline von Parkstein. Bedeutend für die Baugeschichte des Hauses, vor allem für den Umbau des Haupthauses im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts, ist François de Larchet de Chamont, er war seinerzeit Kommandant von Jülich und nutzte das in der Nordeifel liegende Haus als repräsentativen Wohnsitz.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Dürener Burgenrunde - Radeln zwischen Rur und Eifel) Stand: 12.5.01

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Ortslage:
Gladbach, Gemeinde Vettweiß, Kreis Düren

Anfahrt mit dem Rad:

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

Die Burg befindet sich in Privatbesitz.

Bitte respektieren Sie die Privatsphäre der An- und Bewohner und der angebrachten Hinweisschilder.

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