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Burg Gürzenich

Geschichte:
Immer wieder fanden Bauern beim Flügen der Felder Relikte der Römerzeit. Scherben und Ziegelsteine, meistens zu einem Gräberfeld gehörend. So kann mit ziemlicher Sicherheit angenommen werden, daß hier seit der Antike Menschen gesiedelt haben.

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In frühmittalalterlicher Zeit läßt sich ein Geschlecht mit Namen "Gürzenich" nachweisen. Adolf von Gürzenich war 1143 ein wichtiger Beamter am Hof des Erzbischofs von Köln. Ein stattlicher Saalbau in Köln erinnert noch heute an seine Nachkommen. Außerdem gibt es eine ganz bekannte literarische Quelle, die von der "Burg in Gürzenich" erzählt. Geblieben ist von der Burg nur eine kleine Kapelle und ein paar Gräben. 1232 schreibt der Mönch Cäsarius aus der Abtei von Heisterbach, wie die Herren von Gürzenich von den Rittern zu Bachem überfallen und getötet worden sind. Er nutzt diese historische Tatsache, um seine Leser zu belehren, wohin das Überschreiten eines Gebotes, hier der Verrat, führen kann.

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Das wohl befestigte Haus und die Güter müssen für damalige Zeit eine große Bedeutung gehabt haben, denn im Jahre 1404 wurde die halbe Herrlichkeit Gürzenich dem Johann Schellart von Obbendorf, der immerhin Hofmeister des Herzogs Reinald von Jülich-Geldern gewesen ist, als Lehen vergeben. Bald danach kamen die von Lintzenich an den Besitz. Durch Heirat fiel die Gürzenicher Burg im Jahre 1523 an Dietrich von Beusdael. Er soll alles modernisiert haben. Davon profitierten die folgenden Besitzer, die Schellarts. Sie waren 1674 in den Grafenstand erhoben worden. Ob durch schlechtes Wetter oder mangelnde Fähigkeiten, Mißernten oder sonstige Unglücksfälle, die Familie verlor schon bald große Teile ihres Besitz. Um 1820 war es eigentlich nur noch das Wohnhaus, aber kaum mehr genügend Land, um ein rentables Gut zu führen. Das inzwischen immer baufälliger gewordene Haus wurde knapp 10 Jahre später vollständig abgebrochen.

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Schräg gegenüber steht die kleine, achteckige Kapelle mit weiß getünchten Mauern. Sie hat ein mäßig steiles Zeltdach mit einer zweifachen Laterne. Besonders aufwendig gestaltet ist das in Quadermauerwerk eingelassene Rundbogenportal. Über dem geraden Sturz sitzt eine kleine Rundbogennische für die Skulptur der Patronin der Kapelle, der Mutter Gottes. Rechts und links erscheinen die Wappen der Erbauer, das von Johann Wilhelm, Graf zu Schellart und Herr zu Gürzenich und seiner Frau Maria Isabella Antonia Grafin zu Hatzfeld.

Von Holger A.Dux, Bauhistoriker aus Aachen
(Auszug aus: Die Dürener Burgenrunde - Radeln zwischen Rur und Eifel) Stand: 12.5.01

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Ortslage:
Gürzenich, Stadt Düren, Kreis Düren

Anfahrt mit dem Rad:

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

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